Gesetzentwurf, Milchbauern

Gesetzentwurf: Özdemir will Milchbauern gegenĂŒber Molkereien stĂ€rken

28.03.2024 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Das Bundeslandwirtschaftsministerium will mit einer Änderung der Agrarorganisationen- und Lieferketten-Verordnung Milchbauern in ihrer Position gegenĂŒber Molkereibetrieben stĂ€rken.

Cem Özdemir (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Cem Özdemir (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben) unter Berufung auf einen entsprechenden Referentenentwurf. Das Ministerium hat dazu die Ressortabstimmung eingeleitet. Konkret sieht der Entwurf vor, Artikel 148 der europĂ€ischen Gemeinsamen Marktorganisation anzuwenden, um Erzeugern mehr Planungssicherheit und bessere Bedingungen am Markt zu verschaffen: KĂŒnftig sollen schriftliche VertrĂ€ge zwischen Milchbauern und Molkereibetrieben vorgeschrieben sein.

Zudem mĂŒssen nach dem Verordnungsentwurf aus dem Landwirtschaftsministerium Molkereien den Bauern vor Lieferung ein Angebot unterbreiten, das fĂŒr mindestens 80 Prozent einen konkreten Preis-Mengen-Bezug vorsieht. Genossenschaftliche Molkereien sollen nur dann von den neuen Regelungen ausgenommen sein, wenn sie sich selbst vergleichbare Regelungen gegeben haben. Bislang erfahren Landwirte, die Milch produzieren, oft erst nach der Lieferung an Molkereien, welchen Preis sie fĂŒr ihre Ware erhalten. Das soll mit diesem Entwurf geĂ€ndert werden. Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (GrĂŒne) hatte bereits seit LĂ€ngerem vor, diese von vielen Bauern als unfair wahrgenommene Praxis zu Ă€ndern. Der Verordnungsentwurf geht von ErfĂŒllungskosten fĂŒr die Wirtschaft von jĂ€hrlich rund 6,5 Millionen Euro aus. Diese entstehen demnach hauptsĂ€chlich durch die EinfĂŒhrung oder Anpassung von ProzessablĂ€ufen und Strukturen.

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