FDP-Politiker, Verfassungsbeschwerde

FDP-Politiker scheitern mit Verfassungsbeschwerde gegen Soli

26.03.2025 - 10:25:04

Das Bundesverfassungsgericht hat eine Verfassungsbeschwerde von sechs FDP-Politikern gegen den SolidaritĂ€tszuschlag zurĂŒckgewiesen.

Das teilte das Gericht am Mittwoch mit. Zur BegrĂŒndung hieß es, dass eine solche ErgĂ€nzungsabgabe einen aufgabenbezogenen finanziellen Mehrbedarf des Bundes voraussetze, dieser durch den Gesetzgeber allerdings nur in seinen GrundzĂŒgen zu umreißen sei. Im Fall des SolidaritĂ€tszuschlags sei dies der wiedervereinigungsbedingte finanzielle Mehrbedarf des Bundes. Weiter fĂŒhrte das Gericht aus, dass ein evidenter Wegfall des Mehrbedarfs eine Verpflichtung des Gesetzgebers begrĂŒnde, die Abgabe aufzuheben oder ihre Voraussetzungen anzupassen.

Insoweit treffe den Bundesgesetzgeber - bei einer lĂ€nger andauernden Erhebung einer ErgĂ€nzungsabgabe - eine "Beobachtungsobliegenheit". Ein offensichtlicher Wegfall des Mehrbedarfs des Bundes könne auch heute noch nicht festgestellt werden, so die Karlsruher Richter. "Eine Verpflichtung des Gesetzgebers zur Aufhebung des SolidaritĂ€tszuschlags ab dem Veranlagungszeitraum 2020 bestand und besteht folglich nicht." Der SolidaritĂ€tszuschlag diente ursprĂŒnglich vor allem zur BewĂ€ltigung der Kosten fĂŒr die Wiedervereinigung. Seit 2021 zahlen ihn aber nur noch Gutverdiener und Unternehmen. Die BeschwerdefĂŒhrer hatten in ihrer Klage vorgebracht, dass die Weitererhebung des ursprĂŒnglich mit den Kosten der Wiedervereinigung begrĂŒndeten SolidaritĂ€tszuschlags mit Auslaufen des sogenannten Solidarpakts II am 31. Dezember 2019 verfassungswidrig geworden sei. Daneben rĂŒgten sie eine durch das Gesetz zur RĂŒckfĂŒhrung des SolidaritĂ€tszuschlags 1995 bewirkte Ungleichbehandlung von verschiedenen Einkommensbeziehern. Das Gericht folgte dieser Argumentation aber nicht.

@ dts-nachrichtenagentur.de