DIW-Chef kritisiert DGB-Vorstoß zu Betriebsrenten
10.06.2026 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deDie Bundesregierung solle nicht erneut den Fehler machen, notwendige sozialpolitische Verbesserungen auf die Unternehmen abzuwälzen, ohne selbst ausreichend Verantwortung zu übernehmen, sagte der Wirtschaftswissenschaftler. Um die Zahl der Betriebsrenten zu erhöhen, brauche es bessere Anreize, einfache Verfahren und finanzielle Unterstützung durch den Staat. Die oberste Priorität müsse die Stärkung der gesetzlichen Rente bleiben.
Die DGB-Chefin Yasmin Fahimi hatte am Wochenende kritisiert, dass rund 20 Millionen Beschäftigte über keine betriebliche Altersvorsorge verfügten, und forderte eine verpflichtende betriebliche Alterssicherung für alle. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) unterstützte den Vorschlag am Montagabend in der ARD. Die Debatte um verpflichtende Betriebsrenten für alle Erwerbstätigen in Deutschland spitzte sich damit kurz vor dem für Mittwochabend geplanten Reform-Gipfel im Kanzleramt noch einmal zu.
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