Parteien, CDU-SozialflĂŒgel

CDU-SozialflĂŒgel beklagt mangelnde ReprĂ€sentation in ParteifĂŒhrung

16.07.2023 - 13:43:35

Der CDU-SozialflĂŒgel beklagt nach der Beförderung von Carsten Linnemann zum CDU-GeneralsekretĂ€r "Defizite" im Sozialprofil der Partei.

"Wir haben mit Karl-Josef Laumann nur noch einen Vertreter des sozialen FlĂŒgels in der engeren ParteifĂŒhrung", sagte der Europaabgeordnete und CDU-Sozialpolitiker Dennis Radtke der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Montagsausgaben). "Von 26 Beisitzern im CDU-Bundesvorstand sind 19 Mitglied der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT)."

Die MIT werde genauso gebraucht wie die Junge Union, die CDA, die Frauen- und die Senioren-Union. "Aber der SozialflĂŒgel ist eben in den vergangenen fĂŒnfzehn Jahren immer weniger sichtbar geworden", so Radtke. Der Europaabgeordnete rĂ€t seiner Partei in diesem Zusammenhang, sich nach dem Wechsel des GeneralsekretĂ€rs nicht nur auf wirtschaftsliberalem Kurs zu bewegen. "Wenn wir ĂŒber 30 Prozent hinauswollen, mĂŒssen wir bestimmte Themen glaubhafter und empathischer aufgreifen", sagte Radtke der WAZ. "Einer der GrĂŒnde, warum wir die Bundestagswahl verloren haben, war, dass wir auf zentrale sozialpolitische Fragen wie Mindestlohn und bezahlbaren Wohnraum nur technokratische Verrenkungen im Angebot hatten, die nicht mal die Mitglieder verstanden haben." Der Vorsitzende des SozialflĂŒgels der Union in NRW (CDA) fĂŒhrte weiter aus: "Manche in der CDU sagen: mit sozialen Themen kann man keine Wahl gewinnen. Das mag stimmen. Aber wir können auf jeden Fall Wahlen damit verlieren, wenn unser Schaufenster dort leer ist."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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