Frankreich, Justiz

Sarkozy in Libyen-AffÀre teilweise schuldig gesprochen

25.09.2025 - 11:06:30

Der ehemalige französische PrÀsident Nicolas Sarkozy ist in der sogenannten Libyien-AffÀre von einem Pariser Gericht wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung verurteilt worden.

Er wurde jedoch vom Vorwurf der passiven Bestechung, der Veruntreuung libyscher Staatsgelder und der illegalen Wahlkampffinanzierung freigesprochen, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Das Strafmaß war zunĂ€chst noch nicht bekannt, die UrteilsverkĂŒndung könnte einige Stunden dauern. Die Staatsanwaltschaft hatte in dem Verfahren argumentiert, dass Sarkozy und seine Berater 2005 mit dem damaligen libyschen Machthaber Muammar Gaddafi einen Pakt geschlossen hĂ€tten, um Sarkozys erfolgreiche PrĂ€sidentschaftskampagne zwei Jahre spĂ€ter illegal zu finanzieren.

Sie forderten eine siebenjÀhrige Haftstrafe. Sarkozy wird voraussichtlich Berufung einlegen, und es ist unwahrscheinlich, dass er sofort ins GefÀngnis muss. Sarkozy wurde in der Vergangenheit bereits in einem anderen Fall wegen Bestechung und VorteilsgewÀhrung zu drei Jahren Freiheitsstrafe - zwei davon ausgesetzt zur BewÀhrung - verurteilt.

@ dts-nachrichtenagentur.de