Ex-Verfassungsrichter hĂ€lt AfD-Verbot in ThĂŒringen fĂŒr denkbar
27.02.2026 - 13:48:06 | dts-nachrichtenagentur.de"Persönlich halte ich es fĂŒr denkbar", sagte er dem Nachrichtenmagazin "Focus". Die Möglichkeit eines Teilverbots sei bislang zwar nicht abschlieĂend geklĂ€rt. "Es gibt dazu auch noch keine Rechtsprechung." Allerdings hĂ€lt der Verfassungsjurist das Verbot des ThĂŒringer Landesverbands fĂŒr möglich, "weil es ein weniger belastender Eingriff ist."
Einem Verbotsverfahren gegen die Bundes-AfD steht der frĂŒhere Innenminister von ThĂŒringen skeptisch gegenĂŒber. WĂ€re der ThĂŒringer AfD-Landeschef Björn Höcke der "unumstrittene FĂŒhrer der AfD, wĂ€re die Sache klar", sagte Huber. "Wie reprĂ€sentativ er fĂŒr die Gesamtpartei ist, werden die zustĂ€ndigen Behörden ja auch unter Einsatz von V-Leuten ermitteln."
Das Programm der AfD hĂ€lt Huber indes verfassungsrechtlich nicht fĂŒr problematisch. "Ich habe mir das nicht im Einzelnen angesehen, lese aber, dass es dem Parteiprogramm der CDU in den 90er-Jahren Ă€hnelt." Entscheidend sei, ob die AfD hinter den Kulissen plane, die "freiheitlich-demokratische Grundordnung zu beseitigen oder zu beeintrĂ€chtigen".
Sollte in diesem Jahr erstmals ein AfD-MinisterprĂ€sident ins Amt kommen, hĂ€lt Huber das demokratische System fĂŒr resilient. "Wenn es dazu kĂ€me, hat der Bund genĂŒgend Instrumente, die von ihr ausgehenden Risiken einzudĂ€mmen." Der MĂŒnchner Jurist warnt davor, die AfD mit der NSDAP gleichzusetzen: "Geschichte wiederholt sich nicht", sagte Huber.
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