Notz, AfD

Von Notz bezeichnet AfD als Russlands Sprachrohr in Deutschland

28.03.2024 - 16:20:57

Der GrĂŒnen-Politiker Konstantin von Notz fordert AufklĂ€rung in der AffĂ€re um das Internetportal "Voice of Europe", das tschechischen Behörden zufolge von Russland finanziert werden soll.

"Es gilt, alle HintergrĂŒnde und ZusammenhĂ€nge unverzĂŒglich aufzuklĂ€ren, Ermittlungen konsequent zu fĂŒhren und Klarheit ĂŒber die parteirechtliche aber auch strafrechtliche Bedeutung dieser ungeheuerlichen VorgĂ€nge zu schaffen", sagte der Fraktionsvize der GrĂŒnen dem Nachrichtenportal "T-Online" am Donnerstag. Einmal mehr fĂŒhrten die "skandalösen Geschehnisse" um "Voice of Europe" vor Augen, dass Russland gezielt Einfluss auf europĂ€ische Staaten nehme, um Demokratien und ihre Institutionen zu destabilisieren. "Die hybride KriegsfĂŒhrung Russlands, die strategische Desinformation, Angriffe auf informationstechnische Systeme und Kritische Infrastrukturen sowie Spionage miteinander kombiniert, fĂŒhrt gerade auch in Deutschland zu massiven und sehr ernstzunehmenden sicherheitspolitischen Problemen."

Die russischen Propagandanarrative deckten sich exakt mit den Äußerungen, die von der AfD verbreitet wĂŒrden, so von Notz weiter. "Die AfD macht keinerlei Geheimnis daraus und lĂ€sst keinen ernsthaften Zweifel darĂŒber aufkommen, dass sie sich als Russlands Sprachrohr in Deutschland versteht." Auch die Linken-Abgeordnete Martina Renner dringt auf AufklĂ€rung. "Die Propagandamaschinerie der AfD wurde schon frĂŒher aus intransparenten Quellen finanziert", sagte sie dem Nachrichtenportal "T-Online" am Donnerstag. "Ihre AntrĂ€ge oder AktivitĂ€ten im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg sind klassisches Appeasement. Diese GeldflĂŒsse mĂŒssen gestoppt, ihre EmpfĂ€nger identifiziert und von Wahlen ausgeschlossen werden", so Renner. DafĂŒr mĂŒssten die Anti-GeldwĂ€sche-Einheit Financial Intelligence Unit (FIU), die Bundestagsverwaltung und die europĂ€ische Antikorruptionsbehörden nun zusammenarbeiten. "Sie mĂŒssen den ZustĂ€ndigen im Europaparlament diese Finanzquellen trockenlegen und die bezahlten Claqueure identifizieren." Die tschechische Regierung hat das Internetportal "Voice of Europe" am Mittwoch auf ihre Sanktionsliste gesetzt und dies mit dem Vorwurf der Propaganda und Einflussnahme im Sinne Russlands begrĂŒndet. Aus dem Umfeld des Portals sollen Gelder an Politiker in sechs EU-LĂ€ndern geflossen sein, berichten Medien unter Berufung auf Geheimdienstkreise. Profiteure sollen auch Politiker der AfD sein.

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