Verfassungsschutz bleibt unverÀndert bei EinschÀtzung zur AfD
07.08.2023 - 08:29:59"In einer Reihe von ĂuĂerungen kommt ein ethnisches VolksverstĂ€ndnis zum Ausdruck, etwa in dem der `GroĂe Austausch` beschworen wird", sagte er dem ARD-Hauptstadtstudio. "Solche ĂuĂerungen bieten Anhaltspunkte dafĂŒr, dass hier die MenschenwĂŒrdegarantie des Grundgesetzes fĂŒr bestimmte Bevölkerungsgruppen infrage gestellt wird." Ăhnlich hatte Haldenwang sich bereits nach dem ersten Versammlungswochenende geĂ€uĂert.
Die AfD war dagegen gerichtlich vorgegangen und wollte laut Haldenwang verhindern, dass er sich aktuell und in Zukunft ĂŒber die Partei und die Europawahlversammlung Ă€uĂert. Er hatte daraufhin gegenĂŒber dem Kölner Verwaltungsgericht fĂŒr die Dauer der Versammlung eine Stillhaltezusage abgegeben: "Bei der Abgabe einer Stillhaltezusage handelt es sich um ein ĂŒbliches Vorgehen in derartigen Eilverfahren, um dem Gericht hinreichend Zeit fĂŒr eine sachgerechte PrĂŒfung und Entscheidung zu geben." Haldenwang spricht auĂerdem davon, durch das Informieren der Ăffentlichkeit seinem gesetzlichen Auftrag nachzukommen. "Dies dient als Mittel einer wehrhaften Demokratie dem Zweck, die Ăffentlichkeit ĂŒber Bestrebungen und Verhaltensweisen zu unterrichten, die gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gerichtet sind. So kann solchen Bestrebungen rechtzeitig im Wege gesellschaftlicher und politischer Auseinandersetzung begegnet werden", sagte Haldenwang. An den vergangenen zwei Wochenenden hatte die AfD in Magdeburg ihre Kandidaten fĂŒr die Europawahl bestimmt. Vor einer Woche hatte sich Haldenwang in seiner EinschĂ€tzung bestĂ€tigt gesehen, dass innerhalb der Partei starke verfassungsfeindliche Strömungen bestehen, deren Einfluss weiter zunehme. Das Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz bearbeitet die AfD als sogenannten rechtsextremistischen Verdachtsfall.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


