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Voigt mahnt CDU zu selbstbewussterem Umgang mit AfD

02.11.2025 - 12:13:54

Der thĂŒringische MinisterprĂ€sident Mario Voigt, der auch Mitglied im CDU-PrĂ€sidium ist, hat seine Partei zu einem anderen Umgang mit der AfD aufgerufen.

"Die CDU muss den RĂŒcken gerade machen", sagte er der "Bild am Sonntag". "Wir stellen den Kanzler, wir haben acht MinisterprĂ€sidenten, ein Drittel der OberbĂŒrgermeister, zwei Drittel der LandrĂ€te. Den Kurs dieses Landes bestimmt die Union. Ich möchte, dass endlich wieder ein positiver Grundsound durchs Land geht. Wir sind die stĂ€rkste Industrienation in Europa und verhalten uns manchmal so, als ob wir noch nie Probleme gelöst hĂ€tten." Vor wenigen Wochen hatte das CDU-PrĂ€sidium auf einer Klausurtagung ĂŒber den Umgang mit der AfD beraten.

Der Bundeskanzler und CDU-Parteivorsitzende Friedrich Merz hatte danach gewarnt, die AfD wolle die CDU "erklĂ€rtermaßen vernichten". Voigt sagte "Entweder geht Deutschland in die richtige Richtung unter FĂŒhrung der CDU - oder die Miesmacherstimmung der AfD greift Raum. Genau darum geht es, dass die CDU selbstbewusst sagt: Wir sind die bestimmende Kraft - und lassen nicht permanent die Diskussion um die AfD kreisen." Zugleich kritisierte Voigt, dass in Unionskreisen immer wieder davon die Rede ist, dass gegen die AfD eine "Brandmauer" hochzuziehen sei: "Das Wort `Brandmauer` verwende ich nicht. Ich halte das fĂŒr einen untauglichen Begriff, der ist angstgetrieben, der ist passiv, den braucht es nicht." Voigt warnte: "Dieses permanente Kreisen um die AfD als Referenzpunkt, das macht uns doch kaputt."

@ dts-nachrichtenagentur.de