Deutschland und Partner kritisieren Israel wegen Todesstrafe
29.03.2026 - 21:02:58 | dts-nachrichtenagentur.deDas geplante Gesetz könnte bereits nĂ€chste Woche in Kraft treten. Es soll fĂŒr Straftaten zur Anwendung kommen, die als terroristisch eingestuft werden und bei denen vorsĂ€tzlich ein Mensch getötet wurde. FĂŒr das Westjordanland schlieĂt der Gesetzentwurf israelische StaatsbĂŒrger, seien es Soldaten oder Siedler, explizit von der Todesstrafe aus.
"Die Verabschiedung dieses Gesetzentwurfs wĂŒrde Israels Bekenntnisse zu demokratischen Prinzipien gefĂ€hrden", heiĂt es in der am Sonntag von den vier europĂ€ischen AuĂenministern verbreiteten ErklĂ€rung. Und weiter: "Die Todesstrafe ist eine unmenschliche und erniedrigende Form der Bestrafung ohne jegliche abschreckende Wirkung. Deshalb lehnen wir die Todesstrafe ab, ungeachtet der UmstĂ€nde weltweit. Die Ablehnung der Todesstrafe ist ein grundlegender Wert, der uns eint. Wir fordern die israelischen EntscheidungstrĂ€ger in der Knesset und der Regierung dringend auf, diese PlĂ€ne aufzugeben."
In Israel kam es bisher nur zwei Mal zum Vollzug einer gerichtlich verhĂ€ngten Todesstrafe. 1948 wurde ein Soldat von einem MilitĂ€rgericht zum Tode verurteilt und erschossen, weil er angeblich Informationen an das jordanische MilitĂ€r ĂŒbergeben haben soll - spĂ€ter wurde seine Unschuld bewiesen. 1962 wurde Adolf Eichmann wegen seiner Verbrechen im Holocaust zum Tode verurteilt und gehĂ€ngt.
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