Kabinett beschlieĂt Hafenstrategie
20.03.2024 - 12:19:20Im nĂ€chsten Schritt werde der "Umsetzungsprozess" eingeleitet, hieĂ es. "Die vielen unterschiedlichen Interessen der einzelnen HĂ€fen, Umwelt- und WirtschaftsverbĂ€nde unter einen Hut zu bringen, war eine groĂe Aufgabe", sagte Wissing. Herausgekommen sei ein Kursbuch mit knapp 140 konkreten MaĂnahmen, "die Lösungswege fĂŒr die drĂ€ngendsten Herausforderungen der HĂ€fen aufzeigen - von den groĂen Chancen der Digitalisierung ĂŒber knappe FlĂ€chen, FachkrĂ€fte und Mittel". Der Minister fĂŒgte hinzu, dass der Bund zur "gemeinsamen Verantwortung fĂŒr die HĂ€fen" stehe. "Dazu zĂ€hlt auch die Frage der angemessenen Beteiligung des Bundes an den Kosten der LĂ€nder." Mit dem gemeinsamen VerstĂ€ndnis der Hafenstrategie könne man nun daran arbeiten, "die hohen Investitionen zu verstetigen und Planungen zu beschleunigen", so der FDP-Politiker. Kritik an der Hafenstrategie kam aus der Union: "Seit zwei Jahren wartet die deutsche Wirtschaft auf die lĂ€ngst versprochene nationale Hafenstrategie und wird jetzt von der Ampelkoalition bitter enttĂ€uscht", sagte der hafenpolitische Sprecher und Obmann der Unionsfraktion im Verkehrsausschuss des Bundestages, Christoph PloĂ. Weder ein finanziell hinterlegtes Bekenntnis des Bundes zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der SeehĂ€fen noch ein dringend benötigtes MaĂnahmenpaket fĂŒr schnelleres Planen und Bauen hĂ€tten es in das Papier der Ampelkoalition geschafft. "Allein mit schönen Worten kann man aber keine Kaimauern sanieren." Die Ampelkoalition lasse die deutschen SeehĂ€fen im Stich. "Dass nach jahrelanger Wartezeit erst einmal ein Arbeitskreis mit den LĂ€ndern gegrĂŒndet werden soll, setzt der maritimen Ambitionslosigkeit der Ampelkoalition die Krone auf." Zwei Drittel des deutschen AuĂenhandels wĂŒrden ĂŒber die SeehĂ€fen abgewickelt und rund 70 Prozent des Energiebedarfs wĂŒrden ĂŒber die deutschen HĂ€fen gedeckt, so PloĂ. "Dieser Bedeutung der HĂ€fen fĂŒr unser ganzes Land wird das Papier der Ampelkoalition nicht annĂ€hernd gerecht."


