CSU will E-Auto-PrÀmie an deutsche Hersteller koppeln
Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 10:36 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deHoffmann schweben verschiedene Modelle vor, die auch Local-Content-Vorgaben beinhalten könnten. Andere EU-LĂ€nder machten es bereits vor und koppelten Boni gezielt an Kriterien wie die lokale Batterieherstellung, den Materialeinsatz oder kurze Transportwege, so Hoffmann. Wenn E-Autos mit Steuermitteln gefördert wĂŒrden, mĂŒsse das Geld auch der heimischen Industrie zugutekommen.
Damit konkretisiert Hoffmann eine Forderung von CSU-Chef Markus Söder aus dem ARD-Sommerinterview. Der Bayerische MinisterprĂ€sident hatte gesagt, dass die E-Auto-PrĂ€mie im Herbst ĂŒberarbeitet werden solle. Ziel sei es, dass die deutschen Hersteller deutlich mehr profitieren.
Auch der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer spricht sich dafĂŒr aus, die E-Auto-PrĂ€mie bereits im Herbst zu reformieren. "Die E-Auto-PrĂ€mie muss verĂ€ndert werden. In der aktuellen Form ist sie wie Weihnachten und Ostern zugleich fĂŒr auslĂ€ndische Hersteller", sagte der Leiter des privaten Instituts Center Automotive Research (CAR) dem Pro-Newsletter Industrie und Handel. Die Einkommensobergrenzen sollten gestrichen werden, fordert Dudenhöffer. Man könne ĂŒberlegen, Preisobergrenzen fĂŒr die Fahrzeuge einzufĂŒhren.
Er schlĂ€gt konkrete Grenzen vor. So könnten zum Beispiel E-Autos bis zu 70.000 Euro mit 6.000 Euro gefördert werden und E-Autos bis 100.000 Euro mit 4.000 Euro, meint der Ăkonom. FĂŒr Fahrzeuge ĂŒber 100.000 Euro wĂ€re aus seiner Sicht keine PrĂ€mie nötig. FĂŒr Plug-in-Hybride wĂŒrden dann jeweils 50 Prozent der PrĂ€mie gelten, ein Plug-in-Hybrid mit einem Listenpreis bis 70.000 Euro wĂŒrde also mit 3.000 Euro gefördert.
Die E-Auto-PrĂ€mie liegt in der ZustĂ€ndigkeit des Bundesumweltministeriums. Ob sich Anpassungsbedarf ergibt, sei auf Grundlage der begleitenden Erfolgskontrolle zu bewerten, teilte das Ministerium auf Anfrage mit. Eine Vorfestlegung auf eine Ăberarbeitung der Förderrichtlinie bestehe derzeit nicht.
Die Bundesregierung hatte die E-Auto-PrĂ€mie im Januar 2026 vorgestellt. Seit Mitte Mai fördert der Bund Kauf oder Leasing neuer Elektroautos fĂŒr Privatpersonen mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von bis zu 90.000 Euro mit maximal 6.000 Euro.
