Deutschland, DĂ€nemark

Waffenbeschaffung fĂŒr die Hamas? Weitere Festnahme

28.05.2026 - 16:19:36 | dpa.de

Die Ermittlungen zu mutmaßlichen Waffenlieferungen fĂŒr die Hamas fĂŒhren erneut zu einer Festnahme – diesmal in DĂ€nemark. Was die Bundesanwaltschaft dem VerdĂ€chtigen vorwirft.

Die Bundesanwaltschaft ließ in den vergangenen Monaten mehrere VerdĂ€chtige festnehmen. (Archivbild) - Foto: Christoph Schmidt/dpa
Die Bundesanwaltschaft ließ in den vergangenen Monaten mehrere VerdĂ€chtige festnehmen. (Archivbild) - Foto: Christoph Schmidt/dpa

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen mutmaßliche Waffenbeschaffer der Terrororganisation Hamas hat die Bundesanwaltschaft einen weiteren VerdĂ€chtigen festnehmen lassen. Die dĂ€nische Polizei habe den Mann in der NĂ€he der dĂ€nischen Hauptstadt Kopenhagen gefasst, teilte Deutschlands oberste Strafverfolgungsbehörde mit. Der DĂ€ne soll demnĂ€chst nach Deutschland ĂŒberstellt werden.

In den vergangenen Monaten hatte die Bundesanwaltschaft mehrfach mutmaßliche Mitglieder und UnterstĂŒtzer der Hamas festnehmen lassen, die an dem Transport und der Lagerung von Waffen fĂŒr die Vereinigung beteiligt gewesen sein sollen. Nach EinschĂ€tzung der Ermittler sollten durch das Vorgehen der Auslandsoperateure MordanschlĂ€ge der Hamas auf israelische oder jĂŒdische Einrichtungen in Deutschland und Europa vorbereitet werden.

VerdĂ€chtiger soll nach Deutschland ĂŒberstellt werden

Die Bundesanwaltschat wirft dem Mann, der gestern in DĂ€nemark gefasst wurde, die Mitgliedschaft in einer auslĂ€ndischen, terroristischen Vereinigung, die Vorbereitung einer schweren, staatsgefĂ€hrdenden Gewalttat und VerstĂ¶ĂŸe gegen das Waffengesetz vor. Er soll im Juli 2025 fĂŒnf Pistolen und Munition an einen weiteren Beschuldigten ĂŒbergeben haben, der die Schusswaffen dann einem dritten Beschuldigten zum Weitertransport nach Wien ĂŒbergeben habe.

Der festgenommene DĂ€ne soll nach seiner Überstellung nach Deutschland dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgefĂŒhrt werden, der ihm den Haftbefehl eröffnet und ĂŒber die Untersuchungshaft entscheidet. Bis zu einer Auslieferung können aber mehrere Wochen oder auch Monate vergehen.

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