EU, Ungarn

Strack-Zimmermann sieht Orban-Abwahl als geopolitisches Zeichen

13.04.2026 - 06:25:02 | dts-nachrichtenagentur.de

Die FDP-Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann sieht den Machtwechsel in Ungarn als Signal an die ganze Welt."Das ist nicht nur eine innenpolitische ZĂ€sur, sondern auch ein geopolitisches Zeichen: gegen autoritĂ€re EinflĂŒsse, gegen Putins Marionetten und Wahleinmischungen aus den USA, gegen die Aushöhlung demokratischer Institutionen und gegen all jene, die Europa spalten wollen", sagte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europaparlament den Zeitungen der Funke-Mediengruppe."Nach Jahren, in denen Viktor OrbĂĄn sein Land politisch isoliert und europĂ€ische Werte systematisch mit FĂŒĂŸen getreten und verraten hat, eröffnet sich nun die Chance auf einen echten Neuanfang", so Strack-Zimmermann.

Péter Magyar am 12.04.2026 - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Ungarn könne und mĂŒsse wieder zu einem verlĂ€sslichen Partner im Kreis der EuropĂ€ischen Union werden, als konstruktive, gestaltende Kraft. "Die Hoffnung hierauf ist so groß wie berechtigt."

Der GrĂŒnen-Abgeordnete Julian Joswig wertet den Wahlausgang als Wahlbeobachter in Ungarn ebenfalls als positives Signal fĂŒr Europa und hofft auf eine stĂ€rkere Zusammenarbeit in der EU. "Das Wahlergebnis in Ungarn ist ein deutliches Zeichen fĂŒr Aufbruch, fĂŒr die Demokratie, fĂŒr Rechtsstaatlichkeit", sagte Joswig Politico.

Die hohe Wahlbeteiligung wertete er als entscheidend. Diese zeige, "dass gerade bei jungen Menschen sehr, sehr gut mobilisiert wurde", sagte Joswig. Die Opposition habe erstmals nach 16 Jahren eine reale Chance gehabt, Viktor Orbån abzulösen. Langfristig stellte Joswig auch institutionelle Reformen in Aussicht. "Am Ende sollten wir die aktuelle Vetoregelung erweitern", sagte er mit Blick auf das Einstimmigkeitsprinzip in der EU.

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