Ricarda Lang wirft Merz Empathielosigkeit vor
Veröffentlicht: 09.07.2026 um 06:25 Uhr, dts-nachrichtenagentur.deWährend unzählige Familien in Deutschland zwischen zwei Jobs und Kita-Abholung erschöpft der nächsten Mieterhöhung hinterherhechelten, verteile der Bundeskanzler eine verbale Ohrfeige nach der anderen, führte die Grünen-Politikerin aus. Der Vater zu faul, die Mutter zu oft krank: "Wenn Friedrich Merz aufs Land blickt, blickt er herab - auf 83,5 Millionen Menschen, die ihm offenbar nicht gut genug sind", sagte Lang. So halte man den Laden nicht zusammen. "Ich wünsche Friedrich Merz von Herzen, dass er lernt, die Menschen zu lieben, für die er Politik macht."
Neben Empathie brauche es für die Umsetzung von Reformen ihrer Ansicht nach einen Plan und eine gerechtere Verteilung der Lasten. Gerade junge Familien hätten das Gefühl, immer schneller und mehr zu arbeiten, aber es reiche trotzdem nicht, um etwas aufzubauen - und würden dann von Leuten lesen, die 300 Wohnungen erben, darauf aber nicht mal Erbschaftssteuer zahlen müssten. "Das ist zutiefst leistungsfeindlich und ungerecht", sagte Lang. "Die Vielen sollen den Gürtel enger schnallen, aber ein paar Wenige vergolden sich die Gürtelschnalle: Natürlich fliegt dir das um die Ohren."
