GrĂŒne fordern Nachtbetriebsverbot fĂŒr MĂ€hroboter
19.05.2026 - 14:25:10 | dts-nachrichtenagentur.deDemnach sollen die Hersteller der GerĂ€te ab 2027 bei NeugerĂ€ten den Nachtbetrieb technisch ĂŒber entsprechende Software ausschlieĂen. Bei bereits verkauften GerĂ€ten soll das ĂŒber ein Software-Update geregelt werden. AuĂerdem soll die Bundesregierung in einer bundeseinheitlichen Regelung festlegen, dass MĂ€hroboter nur bei Tageslicht laufen dĂŒrfen. Der Antrag soll an diesem Dienstag in der Fraktion beschlossen werden.
Mit der zunehmenden Verbreitung von MĂ€hrobotern steigt auch die Zahl der Igel, die durch die GerĂ€te schwer verletzt oder getötet werden. In ihrem Antrag beruft sich die GrĂŒnen-Fraktion auf Tests, die zeigten, dass die Sensoren der GerĂ€te die Tiere oft nicht erkennen und die Roboter den Igeln daher nicht ausweichen. FĂŒr den Bestand der Tierart, die seit 2024 als potenziell gefĂ€hrdet gilt, seien die Roboter eine zusĂ€tzliche Bedrohung, heiĂt es im Text. Auch der StĂ€dte- und Gemeindebund fordert deshalb ein Nachtfahrverbot fĂŒr die GerĂ€te.
GrĂŒnen-Politiker Harald Ebner, Mitglied im Umweltausschuss, sagte den Funke-Zeitungen, Igel seien wichtig fĂŒr das ökologische Gleichgewicht: "Sie fressen Schnecken und halten SchĂ€dlinge auf natĂŒrliche Weise in Schach." Doch ihre BestĂ€nde seien massiv geschrumpft - durch den Einsatz von Pestiziden, den Verlust naturnaher LebensrĂ€ume und zunehmend durch MĂ€hroboter. "Sie werden mit ihren scharfen Messern immer mehr zur tödlichen Gefahr fĂŒr die vorwiegend nachtaktiven Tiere, denen der Fluchtreflex fehlt", sagte Ebner.
Die Roboter solle man deshalb tagsĂŒber arbeiten und nachts die Akkus aufladen lassen, forderte Ebner. "DafĂŒr braucht es einen bundeseinheitlichen Rahmen statt eines kommunalen Flickenteppichs." Herstellerseitig seien technische Lösungen gefragt. "Sie sollen als nĂ€chsten Schritt den Betrieb auf Tageshelligkeit programmieren." Noch besser seien Systeme mit zuverlĂ€ssiger Igelerkennung. Zudem brĂ€uchten ehrenamtliche Igel-Auffangstationen und andere Tierschutzeinrichtungen mehr UnterstĂŒtzung.
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