GrĂŒnen wollen fĂŒr MĂ€nner attraktiver werden
05.07.2026 - 08:55:31 | dts-nachrichtenagentur.deIn dem Text rechnen die neun MĂ€nner und vier Frauen, darunter Parteichefin Franziska Brantner und ihre VorgĂ€ngerin Ricarda Lang, mit dem bisherigen MĂ€nnerbild der Partei ab. Im Kampf fĂŒr Frauenrechte sei etwas auf der Strecke geblieben, heiĂt es. Die GrĂŒnen hĂ€tten definiert, was MĂ€nner nicht sein sollten: nicht gewalttĂ€tig, nicht dominant, nicht unterdrĂŒckend. "Aber wir haben vergessen, ein Angebot zu machen, was MĂ€nnlichkeit stattdessen sein kann", schreiben die Autoren.
"Wir haben ein Vakuum geschaffen, und in dieses Vakuum strömen jetzt die alten Bilder zurĂŒck", heiĂt es in dem Manifest. Es reiche nicht, gegen toxische MĂ€nnlichkeit zu sein und deren Propagandisten zu belĂ€cheln, kritisiert die Gruppe. "Wir brauchen ein positives Bild, was gute MĂ€nnlichkeit sein kann."
Co-Parteichef Felix Banaszak sagte dem "Spiegel", er verstehe, wenn das VerstĂ€ndnis vieler Frauen gegenĂŒber MĂ€nnern aufgebraucht sei. "Aber es ist ein Problem, wenn Linke pauschal ausstrahlen: Als Mann bist du das Problem und bleibst es auch", sagte Banaszak. Das progressive Milieu brauche ein eigenes positives VerstĂ€ndnis von MĂ€nnlichkeit, das nicht nur Defizit sei. Der GrĂŒnenpolitiker Anton Hofreiter kritisierte, dass im progressiven Lager MĂ€nnlichkeit automatisch mit dem Begriff toxisch verbunden werde. "MĂ€nner werden pauschal fĂŒr das, was sie sind, abgelehnt und nicht fĂŒr das, was sie sagen oder tun", sagte Hofreiter.
