Wahlrechtsreform vor dem Aus: Söder lehnt ParitÀtsbedingung ab
29.03.2026 - 09:15:51 | dts-nachrichtenagentur.deEr widerspricht damit explizit Vorstellungen des Koalitionspartners SPD. Die Sozialdemokraten halten zugleich an ParitĂ€t als Bedingung fĂŒr eine Reform fest: "Ein wichtiger Schritt dafĂŒr wĂ€re die Pflicht fĂŒr Parteien, ihre Landeslisten kĂŒnftig paritĂ€tisch aufzustellen", sagte der zustĂ€ndige parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrer der SPD, Johannes Fechner, dem "Stern". Zuletzt hatte Arbeitsministerin und SPD-Co-Chefin BĂ€rbel Bas im Bundestag gesagt: "Kommt ein neues Wahlrecht, kann das nur mit ParitĂ€t verabschiedet werden."
Fechner erklÀrte nun, die Union setze paritÀtische Listen schon in manchen LandesverbÀnden um. "Darum verstehen wir nicht, was sie gegen eine gesetzliche Regelung hat", sagte er. Der SPD-Mann warnt vor dem Aus der Reform: "Es wÀre schade, wenn unsere GesprÀche zur Wahlrechtsreform folgenlos blieben."
Laut "Stern"-Bericht, der sich auf die FĂŒhrung der Unionsfraktion im Bundestag bezieht, gelten gesetzliche ParitĂ€tsregeln auch in der CDU allerdings als "undenkbar und nicht mehrheitsfĂ€hig". Noch komplexer wird der Streit ums Wahlrecht, weil er aus Sicht der SPD auch mit der Arbeit der Kommission zur Reform der Schuldenbremse verknĂŒpft ist. "Unser Ziel ist: Jeder Wahlkreissieger muss auch wirklich in den Bundestag einziehen", sagte CSU-Chef Markus Söder dem "Stern". Das wĂŒrde dem gesunden Menschenverstand und der demokratischen Transparenz entsprechen. "Aber deshalb öffnen wir nicht das Schuldentor", sagte Söder. "Das steht in keinem VerhĂ€ltnis."
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