Regierungschefs, Migration

Regierungschefs beraten ĂŒber Migration und Rundfunkbeitrag

24.10.2024 - 04:30:36

Die Regierungschefs der LĂ€nder beraten in Leipzig ĂŒber Asylpolitik und die Lage der Kommunen. Ein strittiger Punkt bei der MinisterprĂ€sidentenkonferenz ist die Erhöhung des Rundfunkbeitrags.

  • Die Regierungschefs der LĂ€nder beraten ĂŒber Migration und die Rundfunkfinanzierung. (Archivfoto) - Foto: Hendrik Schmidt/dpa

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  • Sachsen MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer (CDU) hĂ€lt die Zahl der ankommenden FlĂŒchtlinge fĂŒr zu hoch. (Archivbild) - Foto: Robert Michael/dpa

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  • Kommt es zur Einigung bei der Rundfunkfinanzierung? (Archivbild) - Foto: Sebastian Kahnert/dpa

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Die Regierungschefs der LĂ€nder beraten ĂŒber Migration und die Rundfunkfinanzierung. (Archivfoto) - Foto: Hendrik Schmidt/dpaSachsen MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer (CDU) hĂ€lt die Zahl der ankommenden FlĂŒchtlinge fĂŒr zu hoch. (Archivbild) - Foto: Robert Michael/dpaKommt es zur Einigung bei der Rundfunkfinanzierung? (Archivbild) - Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Vor den Beratungen der Regierungschefs ĂŒber zusĂ€tzliche Maßnahmen in der Asylpolitik in Leipzig drĂ€ngen die unionsgefĂŒhrten BundeslĂ€nder auf einen hĂ€rteren Kurs. Bayerns MinisterprĂ€sident Markus Söder forderte in der «Bild» erneut eine «echte Migrationswende». «Wer sich dem Willen der Bevölkerung verweigert, stĂ€rkt nur die extremen RĂ€nder und schwĂ€cht unsere Demokratie – das haben die jĂŒngsten Landtagswahlen im Osten gezeigt und kann niemand wollen», sagte der CSU-Politiker.

Nach wie vor sei die Zahl der ankommenden FlĂŒchtlinge zu hoch, hatte Michael Kretschmer, CDU-MinisterprĂ€sident des Gastgeberlandes Sachsen, erklĂ€rt. Die LĂ€nderchefs können sich auf Forderungen einigen, die sie anschließend an den Bund richten. Diskutiert werden soll bei der MinisterprĂ€sidentenkonferenz unter anderem ĂŒber ZurĂŒckweisungen an der Grenze, eine stĂ€rkere Sicherung der EU-Außengrenzen und Asylverfahren in LĂ€ndern außerhalb der EU. 

Bremens BĂŒrgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) lehnte die Forderung nach ZurĂŒckweisungen an deutschen Grenzen gegenĂŒber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) ab: «Man kann ĂŒber viele Maßnahmen diskutieren, um die irregulĂ€re Migration zu begrenzen. Die von der Union geforderte ZurĂŒckweisung an der deutschen Grenze gehört aber ausdrĂŒcklich nicht dazu.» Wenn es zur Regel werde, dass jedes Land seine Probleme hemmungslos auf Kosten anderer löse, «dann fliegt uns Europa um die Ohren.»

Rhein fĂŒr Abschiebungen von StraftĂ€tern nach Syrien und Afghanistan 

Hessens MinisterprĂ€sident Boris Rhein (CDU) sprach sich fĂŒr Abschiebungen von StraftĂ€tern nach Syrien und Afghanistan aus sowie den Arrest fĂŒr ausreisepflichtige StraftĂ€ter und GefĂ€hrder, die nicht abgeschoben werden könnten. Niedersachsen und Rheinland-Pfalz forderten vom Bund mehr FlexibilitĂ€t bei der Finanzierung der GeflĂŒchteten-Unterbringung.

Die MinisterprĂ€sidentinnen und MinisterprĂ€sidenten hatten in der Vergangenheit bereits BeschlĂŒsse zur Migration gefasst, die schließlich umgesetzt wurden. Dazu zĂ€hlt zum Beispiel die EinfĂŒhrung einer Bezahlkarte fĂŒr Asylbewerber.

Einigung ĂŒber Rundfunkfinanzierung offen

Ein heikler Punkt des Treffens am Donnerstag und Freitag sind die Beratungen zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Dabei geht es um Reformen in den Anstalten – und ums Geld von Sendern wie ARD und ZDF ab dem kommenden Jahr. Die zustĂ€ndige Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags um 58 Cent auf monatlich 18,94 Euro ab Januar empfohlen. Die LĂ€nder mĂŒssen ein Plus einstimmig beschließen. Allerdings gibt es WiderstĂ€nde gegen die Erhöhung, etwa aus Bayern und Sachsen-Anhalt.

Die Kampagnenorganisation Campact hat fĂŒr Freitag Protest angekĂŒndigt. Sie wendet sich gegen die geplanten KĂŒrzungen bei den öffentlich-rechtlichen Programmangeboten und die mögliche Schließung von TV- und Radiosendern.

Treffen mit Behindertenbeauftragen und Kommunen

Ein weiteres Thema wird die finanzielle Lage der Kommunen sein. Am Freitag sind die PrÀsidenten der kommunalen SpitzenverbÀnde als GÀste zur MinisterprÀsidentenkonferenz eingeladen. Zudem steht in Leipzig ein Treffen mit dem Behindertenbeauftragen von Bund und LÀndern sowie Vertretern von InklusionsverbÀnden an. 

Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen am Tagungsort

Die Polizei plant rund um den Tagungsort, der Kongresshalle am Zoo, umfassende Schutz- und Verkehrsmaßnahmen. Zu bestimmten Zeiten können keine Busse und Straßenbahnen fahren, der Fuß- und Radweg direkt vor der Halle wird abgesperrt. Zudem sei das Fliegen von Drohnen und anderen Flugobjekten in der NĂ€he des Veranstaltungsortes untersagt.

@ dpa.de