Rostocker Justiz ermittelt wegen möglicher Sabotage an Marineboot
18.02.2025 - 07:38:03
Ein Sprecher der Behörde bestĂ€tigte auf "Spiegel"-Anfrage, man fĂŒhre ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts von Sabotagehandlungen an Verteidigungsmitteln. Wegen der laufenden Ermittlungen und des sicherheitsrelevanten Hintergrunds des Vorgangs wollte die Behörde keine weiteren Details nennen.
Dem "Spiegel" zufolge waren vergangenes Jahr bei einem Aufenthalt des Minenjagdboots in der Tamsen-Werft in Rostock mehrere durchschnittene KabelbĂ€ume entdeckt worden, die hinter Ă€uĂeren Klappen des Kriegsschiffs liegen. Ein versuchter Kabeldiebstahl wird von Experten ausgeschlossen, deswegen vermutet man einen Sabotage-Akt.
Die Werft in Rostock ĂŒberholt regelmĂ€Ăig Kriegsschiffe der Marine und der Bundespolizei. Der Vorgang in Mecklenburg-Vorpommern soll schon der zweite Sabotage-Verdacht bei der Marine in kurzer Zeit sein. KĂŒrzlich war bekannt geworden, dass Unbekannte Ende des Jahres offenbar versucht hatten, die erst kĂŒrzlich fertiggestellte Korvette Emden massiv zu beschĂ€digen, indem sie Dutzende Kilogramm MetallspĂ€ne in den Antrieb des Schiffes gekippt hatten.


