AfD, Tino Chrupalla

Kriminaltechnische Untersuchung: Chrupallas Blut unauffÀllig

06.10.2023 - 14:49:55

Die toxikologische Untersuchung einer Blutprobe von AfD-Chef Tino Chrupalla hat keine AuffÀlligkeiten ergeben. Alle geplanten Wahlkampftermine in Bayern seien abgesagt worden, so die Partei.

  • AfD-Chef Tino Chrupalla war wĂ€hrend einer Wahlkampfkundgebung in Ingolstadt ins Krankenhaus gebracht worden. - Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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  • Bayerns Innenminister Joachim Herrmann spricht von «infam und hinterfotzig» im Bezug auf die AfD im aktuellen Wahlkampf. - Foto: Arne Dedert/dpa

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  • Nach Angaben der AfD vom Donnerstagabend hat Chrupalla das Krankenhaus inzwischen verlassen. - Foto: Carsten Koall/dpa

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AfD-Chef Tino Chrupalla war wÀhrend einer Wahlkampfkundgebung in Ingolstadt ins Krankenhaus gebracht worden. - Foto: Bernd von Jutrczenka/dpaBayerns Innenminister Joachim Herrmann spricht von «infam und hinterfotzig» im Bezug auf die AfD im aktuellen Wahlkampf. - Foto: Arne Dedert/dpaNach Angaben der AfD vom Donnerstagabend hat Chrupalla das Krankenhaus inzwischen verlassen. - Foto: Carsten Koall/dpa

Nach dem Krankenhaus-Aufenthalt von AfD-Chef Tino Chrupalla in Folge eines Vorfalls bei einer Wahlkampfveranstaltung in Bayern hat die kriminaltechnische Untersuchung seiner Blutproben keine besonderen Befunde ergeben. Die toxikologische Untersuchung der Ermittler sei unauffÀllig gewesen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Ermittlerkreisen. Auch die Staatsanwaltschaft sprach am Freitag davon, dass die Untersuchung der Blutproben Chrupallas unauffÀllig gewesen sei.

Zuvor hatte Chrupallas BĂŒro einen Ă€rztlichen Entlassbrief vom Klinikum Ingolstadt zur Einsicht zur VerfĂŒgung gestellt, dem zufolge auch das toxikologische Screening im Krankenhaus negativ verlaufen. In dem Schreiben war sowohl von einer «intramuskulĂ€ren Injektion» als auch an anderer Stelle von einer «Infektion mit unklarer Substanz» die Rede.

Auch ein «Nadelstich» im rechten Oberarm wird in dem Schreiben beim Befund zur körperlichen Untersuchung des AfD-Chefs erwÀhnt. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Ingolstadt konnte die Angaben am Freitag zunÀchst nicht bestÀtigen.

Keine Zeugen-Hinweise fĂŒr Angriff

Die Staatsanwaltschaft teilte mit, es gebe weiter keine Zeugen-Aussagen, die auf einen Angriff hindeuten. FĂŒr Angaben in einem vorlĂ€ufigen Arztbrief des Krankenhauses, denen zufolge Chrupalla «beim Selfies schießen in einer Menschenmenge mit einer Spritze in den rechten Oberarm gestochen worden» sei, gebe es in den bisher aufgenommenen Zeugenaussagen, «darunter die Zeugenaussage von Herrn Chrupalla und seiner PersonenschĂŒtzer, keine Grundlage», teilte die Ermittlungsbehörde mit.

«Die Beibringung einer Spritze oder einen körperlichen Angriff haben diese Zeugen nicht wahrgenommen», hieß es in der Mitteilung. «Durch Zeugen wurde beobachtet, dass sich Herr Chrupalla nach kurzer Zeit an den Oberarm gegriffen hat.»

Anfangsverdacht auf Körperverletzung

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten am Donnerstag mitgeteilt, es lÀgen «keinerlei Erkenntnisse vor, dass Herr Chrupalla angegangen oder angegriffen wurde». Bei der Veranstaltung hÀtten nach ersten Erkenntnissen «mehrere Personen Selfies mit Herrn Chrupalla gefertigt, bei denen es zu einem leichten Körperkontakt kam». Dennoch leitete die Staatsanwaltschaft Ingolstadt Ermittlungen wegen eines Anfangsverdachts auf Körperverletzung ein - zunÀchst ohne konkrete VerdÀchtige.

Die AfD-BundesgeschĂ€ftsstelle hatte zuvor von einem «tĂ€tlichen Vorfall» gesprochen, ein Sprecher von Chrupallas BĂŒro von einer «Einstichstelle». Polizei und Staatsanwaltschaft teilten dagegen nur mit, an Chrupallas Oberarm sei eine «oberflĂ€chliche Rötung bzw. Schwellung» festgestellt worden.

Chrupalla war nach Angaben der Bundespartei vom Donnerstag wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Er werde sich in «weiterfĂŒhrende Ă€rztliche Behandlung begeben». Alle geplanten Wahlkampftermine in Bayern seien abgesagt worden.

@ dpa.de