Zahl der Einschulungen in Deutschland erneut gesunken
12.11.2025 - 10:08:39In Deutschland sind vorlÀufigen Ergebnissen zufolge erneut weniger Kinder eingeschult worden. Die Zahl sank nach Angaben des Statistischen Bundesamts zu Beginn des Schuljahres 2025/2026 um 2,2 Prozent auf rund 811.500 Kinder. Bereits im vorangegangenen Schuljahr war die Zahl der ErstklÀssler im Vorjahresvergleich gesunken - erstmals seit 2015.
Das Bundesamt fĂŒhrte die aktuelle Abnahme zum einen auf den RĂŒckgang der Geburtenzahl im Jahr 2019 zurĂŒck. Zum anderen hĂ€tte in den vergangenen Jahren auch die groĂe Zahl der zugewanderten Kinder aus dem Ausland, insbesondere der Ukraine, zu steigenden Einschulungszahlen gefĂŒhrt. Dieser Effekt sei durch den RĂŒckgang der Zuwanderung nun aufgehoben.Â
GröĂter RĂŒckgang im Saarland
Sowohl die Zahl deutscher (minus 1,1 Prozent) als auch auslĂ€ndischer Kinder (minus 0,8 Prozent) im einschulungsrelevanten Alter sank den Angaben zufolge zum Jahresende 2024 gegenĂŒber dem Vorjahr. Insgesamt lebten Ende vergangenen Jahres demnach 1,1 Prozent weniger Kinder im Alter von 5 oder 6 Jahren in Deutschland.Â
Die Zahl der Einschulungen liegt dem Bundesamt zufolge im aktuellen Schuljahr in fast allen BundeslĂ€ndern unter dem Vorjahresniveau - bei den Zahlen handelt es sich teils noch um vorlĂ€ufige Ergebnisse oder geschĂ€tzte Werte. Den gröĂten prozentualen RĂŒckgang gab es demnach mit minus 8,5 Prozent im Saarland, gefolgt von Sachsen-Anhalt (minus 5,6 Prozent), ThĂŒringen (minus 5,5 Prozent) und Berlin (minus 4,2 Prozent). Lediglich in Bremen stieg die Zahl der Einschulungen leicht um 0,6 Prozent.
Anteil der Einschulungen an Förderschulen leicht gestiegen
Mit 93 Prozent bundesweit startete der ĂŒberwiegende Teil der Kinder die Schullaufbahn an einer Grundschule. 3,5 Prozent wurden an Förderschulen eingeschult, 2,5 Prozent an Schularten mit drei BildungsgĂ€ngen sowie 0,9 Prozent an Freien Waldorfschulen. Die Zahl der SchulanfĂ€ngerinnen und SchulanfĂ€nger an Förderschulen stieg um 0,5 Prozent. Sie sank dagegen an Grundschulen (minus 2,3 Prozent), Schularten mit drei BildungsgĂ€ngen (minus 2,0 Prozent) sowie an Freien Waldorfschulen (minus 4,0 Prozent).Â
51 Prozent der eingeschulten Kinder waren den Angaben zufolge Jungen, 49 Prozent MÀdchen. WÀhrend das GeschlechterverhÀltnis in Grundschulen, Schularten mit drei BildungsgÀngen und Freien Waldorfschulen weitgehend ausgeglichen war, wurden mit 69 Prozent deutlich mehr Jungen in Förderschulen eingeschult.





