AfD, Michael Kretschmer

Kretschmer zu AfD-Hoch: Es «gerÀt etwas ins Rutschen»

03.07.2023 - 04:52:15 | dpa.de

Erneut hat die AfD im Osten Deutschlands eine Wahl gewonnen. Sachsens MinisterprĂ€sident befĂŒrchtet eine Entwicklung Ă€hnlich wie in den USA - und fordert «einen anderen politischen Ansatz».

«Energiewende, Heizungsgesetz, FlĂŒchtlingspolitik und Russland-Embargo haben der AfD den Sieg gebracht», meint Sachsens MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer (CDU). - Foto: Jan Woitas/dpa
«Energiewende, Heizungsgesetz, FlĂŒchtlingspolitik und Russland-Embargo haben der AfD den Sieg gebracht», meint Sachsens MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer (CDU). - Foto: Jan Woitas/dpa

Angesichts des AfD-Höhenflugs hat Sachsens MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer vor einer zunehmenden Polarisierung in Deutschland gewarnt. «In diesem Land gerĂ€t etwas ins Rutschen», sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Als ErklĂ€rung fĂŒr das AfD-Hoch nannte er, die Menschen seien verstört, wie Politik gemacht werde in Deutschland. «Wir sind auf dem Weg in eine Polarisierung, wie wir sie aus Amerika kennen. Die Debatte der vergangenen Woche hat nicht erkennen lassen, dass alle das begriffen haben.»

Selbst bei der Wahl im thĂŒringischen Sonneberg, wo erstmals ein AfD-Politiker zum Landrat gewĂ€hlt wurde, hĂ€tten vor allem Deutschlandthemen eine Rolle gespielt. «Energiewende, Heizungsgesetz, FlĂŒchtlingspolitik und Russland-Embargo haben der AfD den Sieg gebracht. Diese Themen drohen, die Gesellschaft zu zerreißen», meint Kretschmer. Politiker griffen zu «Schuldzuweisung und Abgrenzung, statt sich mit unangenehmen Wahrheiten auseinanderzusetzen». Das sei nicht verantwortungsvoll. «Es muss jetzt um Sachfragen gehen.»

Angesprochen auf die Äußerungen von CDU-Chef Friedrich Merz, der die GrĂŒnen zum Hauptgegner in der Bundesregierung erklĂ€rt hatte, sagte Kretschmer: «Bundesregierung und Opposition können in Krisenzeiten durchaus zusammenarbeiten. DafĂŒr braucht es aber eine Bereitschaft der Ampel-Regierung.» Das VerhĂ€ltnis zwischen Bund und LĂ€ndern sei noch nie so schlecht gewesen wie aktuell. «Die Bundesregierung muss einen anderen politischen Ansatz wĂ€hlen. In Deutschland muss wieder mehr miteinander geredet werden.» Die Situation sei ernst, mahnte Kretschmer. «Wir mĂŒssen anerkennen, dass es mehr als eine Meinung gibt.»

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