Parteien

Ex-Siemens-Chef empfiehlt Merz Minderheitsregierung

02.05.2026 - 05:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Ex-Siemens-Chef Joe Kaeser empfiehlt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Bildung einer Minderheitsregierung.

Hubig, Frei, Klingbeil, Merz (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Hubig, Frei, Klingbeil, Merz (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Das berichtet der "Tagesspiegel" (Samstagausgabe).

Mehr als das Scheitern der schwarz-roten Koalition fürchte er, was passiere, wenn sie bestehen bleibe, sagte Kaeser dem Blatt. Eine Bundesregierung, die sich nicht auf das einigen könne, was die Wähler von ihr erwarteten, sei Zeitverschwendung.

Sollte die Koalition nicht in der Lage sein, die notwendigen Strukturreformen umzusetzen, sei "die Ultima Ratio" eine Minderheitsregierung. Dieser Schritt würde die demokratischen Kräfte noch einmal zur Ordnung rufen, argumentierte Kaeser. Es sei die letzte Chance, bevor die AfD auf Bundesebene eine Mehrheit hole.

Den Begriff der "Brandmauer" gegenüber der AfD hält Kaeser "terminologisch für falsch und äußerst bedenklich". Das Wort "Brand" wecke bei ihm Assoziationen mit der Reichskristallnacht, "Mauer" stehe für das Leid der deutschen Teilung. Damit knapp einem Viertel der Wahlberechtigten zu suggerieren, sie gehörten nicht dazu, sei ein gefährlicher Fehler.

Das erste Jahr der schwarz-roten Koalition sei eine Enttäuschung gewesen, urteilte der ehemalige Siemens-CEO. Es erinnere ihn an seine eher mäßigen Schulzeugnisse, in denen oft gestanden habe: "Er war stets bemüht." Das reiche jedoch nicht. "Es sind die Ergebnisse, an denen sich Erfolg bemisst", so Kaeser.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | politik | 69269919 |

Weitere Meldungen

Kanzleramtschef ruft Schwarz-Rot zum Durchhalten auf Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) hat sich zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Bundesregierung optimistisch gezeigt, dass Union und SPD gemeinsam bis zum Ende der Legislaturperiode regieren. (Politik, 02.05.2026 - 01:00) weiterlesen...

Klingbeil will Spitzenverdiener für Entlastung heranziehen Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) will in den nächsten Wochen Pläne zur Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen vorlegen und zur Gegenfinanzierung Spitzenverdiener heranziehen."Ich werde mein Reformkonzept in den kommenden Wochen vorlegen, wir arbeiten mit Hochdruck daran", sagte der Vizekanzler und SPD-Chef der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagausgabe). (Politik, 02.05.2026 - 00:01) weiterlesen...

Heusgen und Murphy hoffen auf Wahlsiege der US-Demokraten Der frühere außenpolitische Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Ex-Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, und der frühere US-Botschafter in Deutschland und Ex-Gouverneur von New Jersey, Philip Murphy, hoffen angesichts der Außenpolitik des US-Präsidenten und Republikaners Donald Trump auf Wahlsiege der Demokraten."Die transatlantischen Beziehungen befinden sich in einer Krise", schreiben Heusgen und Murphy in einem Gastbeitrag für die "Rheinische Post" (Samstagausgabe). (Ausland, 02.05.2026 - 00:00) weiterlesen...

Klingbeil sieht ersten Tankrabatt-Erfolg Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) sieht am ersten Tag des Tankrabatts einen Erfolg der Entlastungsmaßnahme. (Politik, 01.05.2026 - 15:44) weiterlesen...

Rentenexperten kritisieren geplante Kürzung des Bundeszuschusses Rentenexperten kritisieren die von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) geplante Kürzung des Bundeszuschusses zur Rentenversicherung."Rechnerisch würde eine Kürzung des Bundeszuschusses um vier Milliarden Euro eine Anhebung der Beitragssätze um 0,2 Prozentpunkte bedeuten", sagte Franz Ruland dem "Spiegel". (Politik, 01.05.2026 - 11:19) weiterlesen...

Studie: Subventionen können AfD ausbremsen Subventionen könnten laut einer Studie gezielt eingesetzt werden, um den Stimmenanteil der AfD zu senken. (Politik, 01.05.2026 - 10:46) weiterlesen...