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NRW-SPD-Spitzenkandidat will an Altersteilzeit lÀnger festhalten

Veröffentlicht am: 16.08.2026 um 16:21 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

In der Debatte ĂŒber die Rentenreform fordert der Spitzenkandidat der nordrhein-westfĂ€lischen SPD fĂŒr die Landtagswahl 2027, Jochen Ott, ein lĂ€ngeres Festhalten an der Altersteilzeit im Blockmodell."Gerade in Unternehmen, in denen in den letzten Monaten ArbeitsplĂ€tze abgebaut wurden und sich die Arbeitgeber und BeschĂ€ftigten auf die geltenden Regeln zum Blockmodell verlassen haben - etwa in der Automobilbranche oder der Stahlindustrie -, brauchen BeschĂ€ftigte Sicherheit und verlĂ€ssliche Perspektiven", sagte Ott dem "Spiegel".

NRW-SPD-Spitzenkandidat will an Altersteilzeit lÀnger festhalten
Jochen Ott (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Deshalb mĂŒsse es fĂŒr die Altersteilzeit im Blockmodell als bewĂ€hrtes Instrument fĂŒr einen verlĂ€sslichen und sozialvertrĂ€glicheren Übergang in den Ruhestand klare Übergangsregelungen geben. Das sei vor allem auch im Industrieland NRW von Bedeutung und zeige sich immer wieder in GesprĂ€chen mit BeschĂ€ftigten und Unternehmen.

Bei der Altersteilzeit im Blockmodell arbeiten BeschĂ€ftigte eine Zeit lang fĂŒr ein niedrigeres Entgelt, bevor eine Freistellung bei weiterlaufenden reduzierten BezĂŒgen erfolgt. Die Alterssicherungskommission der Bundesregierung hat eine Abschaffung dieser Form der Altersteilzeit empfohlen.

Ott forderte außerdem eine Nachfolgeregelung fĂŒr die abschlagsfreie FrĂŒhverrentung langjĂ€hrig BeschĂ€ftigter. Wer jahrzehntelang eingezahlt habe, mĂŒsse auch kĂŒnftig ohne AbschlĂ€ge in Rente gehen können. Das sei kein Privileg, sondern Respekt vor Lebensleistung. FĂŒr BeschĂ€ftigte in der Stahlindustrie, auf dem Bau, im Handwerk oder in der Pflege sei es oft keine realistische Option, einfach noch ein paar Jahre dranzuhĂ€ngen. Deshalb brauche es verlĂ€ssliche Regeln fĂŒr lange Erwerbsbiografien und klare HĂ€rtefallregelungen. Die Botschaft aus der Basis sei fĂŒr ihn eindeutig: "LĂ€nger arbeiten können - ja. LĂ€nger arbeiten mĂŒssen - nein."

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