Wie andere LĂ€nder den Renteneintritt regeln
21.05.2026 - 13:53:24 | dpa.deInternational sind die Unterschiede beim Renteneintritt groĂ. In Deutschland steigt das gesetzliche Renteneintrittsalter schrittweise bis 2031 auf 67 Jahre an. Das durchschnittliche Zugangsalter lag 2024 nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung bei 64,7 Jahren. Im Vergleich ein internationaler Ăberblick mit frĂŒhen bis spĂ€ten Renteneintritten:
Frankreich: Franzosen gehen oft schon mit Anfang 60 in Rente und damit deutlich frĂŒher als viele andere EuropĂ€er. Gesetzlich steigt die Altersgrenze derzeit von 62 auf 64, die Reform hat landesweite Proteste ausgelöst. Eine abschlagsfreie Vollrente gibt es meist spĂ€testens mit 67.
Ăsterreich: Viele Ăsterreicher verlassen den Arbeitsmarkt vergleichsweise frĂŒh, gleichzeitig fallen die Renten - dort Pensionen genannt - oft höher aus als in Deutschland. Möglich wird das dadurch, dass alle ErwerbstĂ€tigen, auch SelbstĂ€ndige, einzahlen, und zwar höhere BeitrĂ€ge als in Deutschland. Gesetzlich gilt fĂŒr MĂ€nner derzeit 65 Jahre als Eintrittsalter, fĂŒr Frauen steigt es bis 2033 schrittweise von rund 61 auf ebenfalls 65 Jahre.
Niederlande: NiederlĂ€nder arbeiten hĂ€ufig bis Mitte 60. Das gesetzliche Rentenalter liegt derzeit bei 67 und wird kĂŒnftig automatisch an die Lebenserwartung gekoppelt. Besonders wichtig sind hier kapitalgedeckte Betriebsrenten.
Schweden: Die Schweden gehen im Schnitt mit rund 65 in Rente, viele arbeiten freiwillig lĂ€nger. Ein frĂŒher Rentenbezug ist je nach Jahrgang etwa ab 63 oder 64 möglich. Das System steigt langfristig mit der Lebenserwartung an und kombiniert die gesetzliche Rente mit einem verpflichtenden Fondsmodell.
DĂ€nemark: Viele DĂ€nen arbeiten bereits bis etwa 67. Das Rentenalter soll langfristig auf etwa 70 Jahre und darĂŒber hinaus steigen, da es automatisch an die Lebenserwartung gekoppelt ist. Das Land gilt deshalb als Vorreiter fĂŒr besonders lange Lebensarbeitszeiten.Â
Japan: Viele Japaner arbeiten bis weit ĂŒber 65 Jahre hinaus. Die gesetzliche Altersgrenze liegt bei 65 Jahren, gleichzeitig fördert die Regierung BeschĂ€ftigung bis 70 Jahre und lĂ€nger.
SĂŒdkorea: Auch SĂŒdkoreaner gehen vergleichsweise spĂ€t in Rente â mitunter in ihren spĂ€ten 60ern â und mĂŒssen oft weiterarbeiten. Das liegt an niedrigen RentenansprĂŒchen und Altersarmut. Die gesetzliche Altersgrenze liegt derzeit niedriger, fĂŒr manche bei 63. Sie soll bis 2033 auf 65 steigen.
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