Deutschland, Bundesregierung

Kabinettsbeschluss: HÀrtere Gangart gegen FinanzkriminalitÀt

Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 11:19 Uhr | dpa.de

Die Bundesregierung will Finanzkriminelle treffen, wo es wehtut: beim Porsche oder der Rolex. Ein neues Gesetz soll auch den Einsatz von KI und Drohnen ermöglichen.

Weil der Kanzler nicht da war, durfte Klingbeil die Kabinettsitzung leiten.  - Bild: Kay Nietfeld/dpa
Weil der Kanzler nicht da war, durfte Klingbeil die Kabinettsitzung leiten. - Bild: Kay Nietfeld/dpa

Die Bundesregierung will hĂ€rter gegen FinanzkriminalitĂ€t, GeldwĂ€sche und internationalen Drogenhandel vorgehen. DafĂŒr beschloss das Kabinett einen Gesetzentwurf mit neuen Befugnissen fĂŒr den Zoll. 

Dazu gehört die Sicherstellung von VermögensgegenstĂ€nden, wenn der Verdacht besteht, dass diese nicht rechtmĂ€ĂŸig gekauft wurden. «Wenn VerdĂ€chtige nicht nachweisen können, dass sie Vermögenswerte legal erworben haben, sind der Porsche oder die Rolex erstmal weg», erklĂ€rte Finanzminister Lars Klingbeil (SPD). Bisher geht das oft erst nach langwierigen Gerichtsverfahren. 

Außerdem soll der Zoll kĂŒnftig kĂŒnstliche Intelligenz bei der Datenanalyse nutzen, Drohnen einsetzen und Kommunikation der TĂ€ter blockieren dĂŒrfen. «Der Zoll wird moderner, digitaler und schlagkrĂ€ftiger. Damit senden wir ein klares Signal an Kriminelle: Wir verschĂ€rfen die Gangart!», sagte Klingbeil.

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