Iran-Krieg lÀsst Aktienmarkt einknicken - Gold gefragt
02.03.2026 - 10:51:20 | dpa.deDie Eskalation des Iran-Konflikts sorgt fĂŒr groĂe Verunsicherung an den FinanzmĂ€rkten. Vor allem der Anstieg der Gas- und Ălpreise wegen der EinschrĂ€nkung des Schiffsverkehrs durch die StraĂe von Hormus birgt Risiken fĂŒr die Weltwirtschaft. Die StraĂe ist ein Nadelöhr des weltweiten Energiehandels.Â
Der deutsche Leitindex Dax gab am Montag zunĂ€chst deutlich nach um 2,3 Prozent oder mehr als 500 ZĂ€hler, bevor er seine Verluste etwas eindĂ€mmte. Besonders stark sanken die Aktienkurse von Chemie- und Touristikkonzernen. Der Reiseverkehr in Nahost ist zum Erliegen gekommen: Der Luftraum ist weitrĂ€umig gesperrt, Flugzeuge starten nicht; auch Kreuzfahrtschiffe fahren nicht ab.Â
Investoren setzen angesichts der Turbulenzen verstĂ€rkt auf den «sicheren Hafen» Gold. Der Preis fĂŒr das Edelmetall zog deutlich an, zuletzt mussten fĂŒr eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) fast 5.400 Dollar bezahlt werden - das Rekordhoch von fast 5.600 Dollar von Ende Januar rĂŒckt damit wieder nĂ€her. Auch der Silberpreis legte zu. Nach EinschĂ€tzungen von US-PrĂ€sident Trump könnte der Krieg mit dem Iran noch vier Wochen dauern. Allerdings hatten sich die Angriffe der USA und Israels auf den Iran abgezeichnet, Panik an den FinanzmĂ€rkten gab es nicht.
Nun kommt es vor allem darauf an, ob der Konflikt lĂ€nger dauert oder zĂŒgig beendet wird. «Bleibt es bei einem kĂŒrzeren Konflikt, werden die wirtschaftlichen Folgen jedenfalls begrenzt bleiben», erklĂ€rt der Chefvolkswirt der Liechtensteiner VP Bank, Thomas Gitzel.
Gaspreis zieht stark an
Der europĂ€ische Gaspreis schnellte am Montag zum Handelsstart um ein Viertel hoch. Allerdings ist Erdgas damit gerade einmal so teuer wie zuletzt im Januar, als niedrige Temperaturen in weiten Teilen Europas und vergleichsweise niedrige FĂŒllstĂ€nde der Gasspeicher den Preis angetrieben hatten.
Am Ălmarkt waren in der Nacht zum Montag die Preise fĂŒr Brent-Ăl aus der Nordsee und Rohöl aus den USA ebenfalls stark gestiegen. Brent erreichte in der Spitze den höchsten Stand seit Juli 2024 und US-Ăl auf den höchsten Stand seit Juni 2025. Die Preise kamen danach aber rasch ein gutes StĂŒck zurĂŒck. FĂŒr Brent mussten zuletzt noch 78,30 Dollar je Barrel (159 Liter) gezahlt werden, fĂŒr US-Ăl noch 71,71 Dollar. Das waren je rund sieben Prozent mehr als vor dem Wochenende.
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