Deutschland, Europa

ZweitwÀrmster MÀrz in Europa seit Messbeginn

10.04.2026 - 04:00:50 | dpa.de

ZweitwĂ€rmster MĂ€rz in Europa - zudem bot er fĂŒr diesen Monat die zweithöchste Meerwasser-Temperatur und einen Minus-Rekord fĂŒr Meereis-Ausdehnung. Auch andernorts war der MĂ€rz zu warm.

  • Der MĂ€rz war in Europa vergleichsweise warm. (Illustration) - Foto: Michael Brandt/dpa
  • Eine teils zugefrorene Fjordlandschaft in Grönland (Illustration). - Foto: Steffen Trumpf/dpa
Der MÀrz war in Europa vergleichsweise warm. (Illustration) - Foto: Michael Brandt/dpa Eine teils zugefrorene Fjordlandschaft in Grönland (Illustration). - Foto: Steffen Trumpf/dpa

Der vergangene Monat war der zweitwĂ€rmste MĂ€rz in Europa seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Zudem registrierte der EU-Klimawandeldienst Copernicus die zweithöchste globale Temperatur an der MeeresoberflĂ€che fĂŒr diesen Monat. Weltweit war es der viertwĂ€rmste MĂ€rz seit Messbeginn.

Die globale Durchschnittstemperatur lag demnach bei 13,94 Grad Celsius. Dieser Wert liegt 1,48 Grad ĂŒber dem geschĂ€tzten vorindustriellen Durchschnitt der Jahre 1850 bis 1900 fĂŒr diesen Monat und 0,53 Grad ĂŒber dem MĂ€rz-Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Damit setze sich der Trend extremer Temperaturen fort, heißt es. Der bisherige Rekord-MĂ€rz war im Jahr 2024.

Besonders deutlich zeigte sich die ErwĂ€rmung in Europa, wo die Durchschnittstemperatur mit 5,88 Grad Celsius deutlich - um 2,27 Grad - ĂŒber dem Referenzwert der Jahre 1991 bis 2020 lag. WĂ€hrend weite Teile des Kontinents trockener als im Durchschnitt waren, kam es in Regionen wie dem Mittelmeerraum und Skandinavien durch starke RegenfĂ€lle teils zu Überschwemmungen.

Meereisausdehnung in der Arktis auf Tiefstand

Ein Minusrekord wurde in der Arktis gemessen: Die Meereisausdehnung erreichte im MĂ€rz den niedrigsten jemals aufgezeichneten Wert fĂŒr diesen Monat und lag 5,7 Prozent unter dem Durchschnitt, hieß es in der Mitteilung. Die globale Temperatur an der MeeresoberflĂ€che lag mit durchschnittlich 20,97 Grad auf dem zweithöchsten jemals gemessenen Stand fĂŒr einen MĂ€rz.

Weltweit gab es starke Kontraste: WĂ€hrend im Westen der USA eine langanhaltende Hitzewelle wĂŒtete, erlebten Regionen wie Alaska, Kanada und Nordwestsibirien laut Copernicus ungewöhnlich kalte Bedingungen.

«Jede Zahl fĂŒr sich alleine ist auffĂ€llig», erklĂ€rte Copernicus-Direktor Carlo Buontempo zu der MĂ€rz-Bilanz. «Zusammen zeigen sie das Bild eines Klimasystems, das unter dauerhaftem und sich beschleunigendem Druck steht.»

Der Klimawandeldienst der EuropĂ€ischen Union veröffentlicht regelmĂ€ĂŸig Daten zu Temperaturen, Meereis und NiederschlĂ€gen. Grundlage ist unter anderem der ERA5-Datensatz, in den Milliarden Messungen von Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen weltweit einfließen.

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