Iran, MilitÀr

Geheimdienstkontrolleur warnt vor Bundeswehr-GefÀhrdung durch Iran

01.02.2026 - 15:58:47

Nach der AnkĂŒndigung Teherans, die Armeen der EuropĂ€ischen Union kĂŒnftig als Terrororganisation zu betrachten, warnt Konstantin von Notz (GrĂŒne) als stellvertretender Vorsitzender des parlamentarischen Kontrollgremiums davor, die geheimdienstlichen AuslandsaktivitĂ€ten des Mullah-Regimes zu unterschĂ€tzen.

"Gerade in Zeiten, in denen Bundeswehr-Liegenschaften bereits im Fokus nachrichtendienstlicher AktivitĂ€ten Russlands stehen, muss man die unverhohlenen Drohungen aus dem Iran bezĂŒglich der GefĂ€hrdung von Einrichtungen und Menschen ernst nehmen", sagte er dem "Tagesspiegel" (Montagsausgabe).

Das Verteidigungsministerium erklĂ€rte, eine mögliche GefĂ€hrdung der Truppe durch den in Deutschland ohnehin sehr aktiven iranischen Geheimdienst nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. "Wir beobachten die Lage", sagte eine Sprecherin der Zeitung mit Blick auf die AnkĂŒndigung aus Teheran, "und stehen diesbezĂŒglich mit dem operativen FĂŒhrungskommando in einem noch intensiveren Austausch als ohnehin". Es hĂ€lt den direkten Kontakt zu den einzelnen Bundeswehrstandorten.

Aus Sicht der Regierungskoalition sind die Sicherheitsbehörden bereits sensibilisiert. Der Schutz der Soldaten sowie deutscher Liegenschaften habe "höchste PrioritĂ€t", sagte Adis Ahmetovic, der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, dem "Tagesspiegel". "Die Lage wird eng abgestimmt mit unseren Partnern bewertet."

Der CDU-Politiker JĂŒrgen Hardt, sein Amtskollege aus der Unionsfraktion, sieht das Ă€hnlich: "UnabhĂ€ngig von dieser Einstufung haben die Sicherheitsbehörden in Europa eine hohe Aufmerksamkeit gegenĂŒber iranischem Terrorismus." Politisch nannte er die AnkĂŒndigung Teherans "erwartbar" und zugleich "irrelevant". Ahmetovic hob ebenfalls hervor, dass sie anders als die vorangegangene EU-Listung der iranischen Revolutionsgarden "ohne rechtliche Grundlage" sei und "nichts an der LegitimitĂ€t der AuslandseinsĂ€tze" der Bundeswehr Ă€ndere.

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

US-UnterhĂ€ndler besuchen nach Iran-GesprĂ€chen FlugzeugtrĂ€ger. Das zeigt auch ein Besuch zweier SchlĂŒsselfiguren in Trumps Nahost-Politik beim US-MilitĂ€r. Die USA verhandeln zwar wieder mit dem Iran, verweisen aber weiterhin auch auf ihre militĂ€rischen Optionen. (Ausland, 07.02.2026 - 20:10) weiterlesen...

Trump: Anfang nÀchster Woche wieder GesprÀche mit Iran. Kurz darauf erzÀhlt er, wie die GesprÀche aus seiner Sicht liefen. Nach den wiederaufgenommenen Verhandlungen mit dem Iran erhöht der US-PrÀsident mit einer Zoll-Drohung den Druck auf Teheran. (Ausland, 07.02.2026 - 02:32) weiterlesen...

Trump droht mit Strafzöllen gegen Irans Handelspartner. Nun verhandelten Vertreter beider LĂ€nder. Trump droht zugleich mit Strafzöllen. US-PrĂ€sident Donald Trump hatte der iranischen FĂŒhrung jĂŒngst mit einem Angriff gedroht. (Ausland, 07.02.2026 - 00:01) weiterlesen...

Angespannte Sicherheitslage: Bundeswehr reduziert PrĂ€senz im Irak Die Bundeswehr bereitet sich offenbar auf eine drohende militĂ€rische Eskalation zwischen den USA und dem Iran vor.Dem "Spiegel" zufolge hat das Operative FĂŒhrungskommando entschieden, die deutschen KrĂ€fte im Nordirak deutlich zu reduzieren. (Ausland, 04.02.2026 - 21:26) weiterlesen...

Berlin nimmt Irans Terrorlistung von EU-StreitkrĂ€ften zur Kenntnis Das Bundesverteidigungsministerium hat die AnkĂŒndigung des Iran, die StreitkrĂ€fte der EU-Mitgliedstaaten zu "terroristischen Gruppen" zu erklĂ€ren, zur Kenntnis genommen, sieht aber offenbar vorerst keine konkreten Auswirkungen fĂŒr die Bundeswehr.Was immer an erster Stelle stehe und oberste PrioritĂ€t habe, sei die Sicherheit der Soldaten und des gesamten Personals vor Ort, sagte eine Sprecherin des Ministeriums am Montag in Berlin auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur. (Politik, 02.02.2026 - 12:50) weiterlesen...