Parteien

Ex-CDU-GeneralsekretĂ€r will BeschlĂŒsse mit der AfD ermöglichen

15.10.2025 - 00:01:00

Namhafte Unionsvertreter fordern kurz vor einer Klausur des CDU-PrÀsidiums einen Kurswechsel im Umgang mit der AfD.

Der Eindruck "Alle gegen die AfD" mĂŒsse vermieden werden, sagte Ex-GeneralsekretĂ€r Peter Tauber dem "Stern". "Wir sollten deshalb ĂŒber eine neue Politik der roten Linien nachdenken, die es dann aber auch erlaubt, BeschlĂŒsse zu fassen, denen die AfD zustimmt", so Tauber. Der 51-JĂ€hrige fĂŒrchtet angesichts der StĂ€rke der AfD sonst "parlamentarische Blockaden". Tauber, der einst unter Angela Merkel General war, fragte, wie es gerade im Osten noch zu nachvollziehbaren Mehrheiten kommen solle.

"Gerade dort fĂŒhlen sich die Leute zunehmend an die Blockbildung zu DDR-Zeiten erinnert." Er halte einen neuen Umgang mit der AfD deshalb fĂŒr "staatspolitisch notwendig". Diese mĂŒsse von einer Vereinbarung aller Parteien flankiert werden, "sodass nicht bei jedem Beschluss, der mit Stimmen der AfD zustande kommt, die Nazikeule geschwungen wird", fordert der CDU-Politiker. Andreas Rödder, Vorsitzender des unionsnahen Think Tanks "Repbulik21", forderte ein Ende der Abgrenzungsstrategie. "Je höher man die Brandmauer gezogen hat, desto stĂ€rker ist die AfD geworden", sagte der Historiker dem "Stern". Es brauche "eine konditionierte GesprĂ€chsbereitschaft diesseits der `Brandmauer`", sagte er. "Wenn die AfD rote Linien einhĂ€lt und sich klar von rechtsextremen Positionen und Figuren abgrenzt, ist es den demokratischen Versuch wert, das GesprĂ€ch zu suchen und eine harte Auseinandersetzung in der Sache zu fĂŒhren."

@ dts-nachrichtenagentur.de