AfD, Niedersachsen

Weil hĂ€lt 30 Prozent fĂŒr AfD in Niedersachsen fĂŒr unrealistisch

10.09.2024 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Niedersachsens MinisterprĂ€sident und SPD-Landesvorsitzender Stephan Weil geht nicht davon aus, dass die AfD bei der nĂ€chsten Landtagswahl in seinem Bundesland Ă€hnlich hohe Werte erzielt wie jĂŒngst in ThĂŒringen und Sachsen.

Stephan Weil (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Ich glaube erstens, dass die niedersĂ€chsische Grundgelassenheit hilft", sagte der SPD-Politiker der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung" (Dienstagsausgaben). "NiedersĂ€chsinnen und Niedersachsen mögen typischerweise keine Extreme. Und zweitens hoffe ich, dass wir mit unserer Politik deutlich weniger AnlĂ€sse fĂŒr Ärgernisse geben." Weil, der in Niedersachsen zusammen mit den GrĂŒnen regiert, sagte zugleich, dass er die hohe Zustimmung zur AfD nicht kleinreden wolle und ernst nehme.

"Ich bin weit davon entfernt, die AfD in Niedersachsen zu bagatellisieren. Die 13 Prozent bei den Europawahlen habe ich mir schon gemerkt. Aber das ist eben noch ein anderes Niveau als das, was wir jetzt in Sachsen und ThĂŒringen erleben." In Niedersachsen wird voraussichtlich im Herbst 2027 ein neuer Landtag gewĂ€hlt. Weil, der dann fast 69 Jahre alt ist, hatte bereits mehrfach öffentlich erklĂ€rt, dann aus AltersgrĂŒnden nicht mehr anzutreten. Die AfD kam bei der Landtagswahl in ThĂŒringen am Sonntag vor einer Woche auf fast 33 Prozent und wurde stĂ€rkste Kraft vor der CDU mit 23,6 Prozent. In Sachsen landete die AfD bei der Wahl am gleichen Tag mit 30,6 Prozent nur knapp hinter der CDU (31,9 Prozent). Weil sieht einen Grund fĂŒr das Erstarken der AfD auch in dem andauernden Streit der Berliner Ampel-Regierung aus SPD, GrĂŒnen und FDP. "Es gibt da durchaus einen gewissen Zusammenhang. Wir erleben eine Phase grundlegender VerĂ€nderungen, die viele Menschen verunsichert. In einer solchen Phase erwarten BĂŒrgerinnen und BĂŒrger vom Staat umso mehr Orientierung und VerlĂ€sslichkeit. Wenn aber der Eindruck entsteht, die Politiker streiten sich - und zwar nicht ĂŒber die Lösung der Probleme der BĂŒrger, sondern ĂŒber ihre eigenen - dann schadet das der Demokratie", erklĂ€rte der Regierungschef. ER richtet einmal mehr einen deutlichen Appell an die Bundesregierung: "Wenn die AfD schwĂ€cher werden soll, mĂŒssen die anderen besser werden. Alle drei Ampelpartner in Berlin haben doch ein hohes eigenes Interesse daran, dass sich die Dinge Ă€ndern. Das gelingt aber nur, wenn man sehr konstruktiv zusammenarbeitet und die Meinungsverschiedenheiten intern austauscht, aber nach außen ĂŒberzeugend und gemeinsam auftritt." Anders könne es nicht funktionieren. "Irgendwie hat Politik auch immer etwas mit Vernunft zu tun", erklĂ€rte Weil.

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