Deutschland, Schule

Viele Lehrer in Teilzeit - Jeder Dritte 50 Jahre oder Àlter

Veröffentlicht: 08.07.2026 um 09:58 Uhr, dpa.de

Rund 44 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland arbeiten in Teilzeit. Zugleich ist mehr als jede dritte Lehrkraft mindestens 50 Jahre alt. Unterschiede gibt es zwischen den BundeslÀndern.

Der Frauenanteil bei den LehrkrÀften lag an den allgemeinbildenden Schulen bei rund 73 Prozent. (Symbolbild) - Bild: Julian Stratenschulte/dpa
Der Frauenanteil bei den LehrkrÀften lag an den allgemeinbildenden Schulen bei rund 73 Prozent. (Symbolbild) - Bild: Julian Stratenschulte/dpa

Die Teilzeitquote unter Lehrerinnen und Lehrern an den allgemeinbildenden Schulen in Deutschland ist im Schuljahr 2024/2025 weiter gestiegen. Von den 752.100 LehrkrÀften unterrichteten 44 Prozent in Teilzeit, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Damit war die Teilzeitquote bei LehrkrÀften etwas höher als im vorherigen Schuljahr (43 Prozent) und auf einem neuen Höchststand seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2009, wie die Statistiker erklÀrten. 

Lehrerinnen arbeiten besonders oft in Teilzeit

Besonders Frauen reduzieren hĂ€ufig ihre Arbeitszeit: So war die Teilzeitquote bei Lehrerinnen (51 Prozent) im Schuljahr 2024/2025 mehr als doppelt so hoch wie bei Lehrern (23 Prozent). AuffĂ€llig ist zudem, dass die Teilzeitquote bei LehrkrĂ€ften deutlich höher ausfĂ€llt als bei anderen Berufen. Laut der Daten arbeiteten ĂŒber alle Wirtschaftsbereiche hinweg lediglich 31 Prozent der abhĂ€ngig BeschĂ€ftigten in Teilzeit.

Dabei gab es auch deutliche Unterschiede zwischen den BundeslĂ€ndern: WĂ€hrend in Hamburg (55 Prozent) und Bremen (52 Prozent) im Schuljahr 2024/2025 mehr als die HĂ€lfte der Lehrerinnen und Lehrer an allgemeinbildenden Schulen in Teilzeit unterrichtete, traf dies nur auf knapp jede vierte Lehrkraft in ThĂŒringen (23 Prozent) und Sachsen-Anhalt (24 Prozent) zu.

Mehr als jede dritte Lehrkraft 50 Jahre oder Àlter

Die Daten zeigten zudem, dass mehr als jede dritte Lehrkraft im Schuljahr 2024/2025 mindestens 50 Jahre alt war. Demnach waren etwa 25 Prozent zwischen 50 und 59 Jahre alt, weitere 10 Prozent waren 60 Jahre und Àlter. 

«Im Vergleich dazu fĂ€llt der Anteil der jĂŒngeren LehrkrĂ€fte geringer aus», erklĂ€rten die Statistiker. So machten die unter 35-JĂ€hrigen ein FĂŒnftel des Lehrpersonals an allgemeinbildenden Schulen aus.

Den Angaben zufolge gab es auch hier klare Unterschiede zwischen den LÀndern. In Sachsen-Anhalt war gut die HÀlfte (51 Prozent) der LehrkrÀfte 50 Jahre oder Àlter, in Mecklenburg-Vorpommern 47 Prozent. Am niedrigsten war der Anteil dieser Altersgruppe im Saarland (29 Prozent) und in Bremen (30 Prozent).

Immer mehr Quer- und Seiteneinsteiger

Und wie steht es um den Frauenanteil? Dieser war weiterhin ĂŒberdurchschnittlich hoch und lag an den allgemeinbildenden Schulen bei rund 73 Prozent. Zum Vergleich: Bei den abhĂ€ngig beschĂ€ftigten aller BeschĂ€ftigten lag der Anteil im Jahr 2024 lediglich bei 48 Prozent. 

Zudem unterrichten aufgrund des LehrkrĂ€ftemangels immer mehr sogenannte Quer- und Seiteneinsteiger, also Lehrerinnen und Lehrer ohne anerkannte LehramtsprĂŒfung. Laut den Daten lag ihr Anteil im Schuljahr 2024/2025 an allgemeinbildenden Schulen bei 11 Prozent. Zum Vergleich: Zehn Jahre zuvor, im Schuljahr 2014/2015, war der Anteil mit 4 Prozent noch deutlich niedriger.

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