Deutschland, Bundesregierung

Streichung von Bundesbeauftragten bringt 180.000 Euro

06.09.2025 - 05:30:40

Schwarz-Rot wollte zeigen, dass man es mit Bürokratieabbau ernst meint - und strich 25 Regierungsbeauftragte. Für den Haushalt bringt das allerdings nicht viel.

Die Bundesregierung hat 25 ihrer Beauftragten gestrichen - im Haushalt bringt das aber nur geringe Einsparungen. Man erziele damit «ein jährliches Einsparvolumen von mindestens 178.800 Euro», erklärte Finanzstaatssekretär Dennis Rohde auf eine Frage des Grünen-Chefhaushälters Sebastian Schäfer. 

Das Bundeskabinett hatte gleich in seiner ersten Sitzung im Mai beschlossen, die Zahl der Beauftragten, Bevollmächtigten und Koordinatoren der Regierung um 25 zu kürzen. Damit wollten Union und SPD ein Signal setzen, dass sie es mit dem Bürokratieabbau ernst meinen. Abgeschafft wurden unter anderem der Meeresbeauftragte, der Beauftragte für Radverkehr und die Sonderbeauftragte für internationale Klimapolitik.

Einige der Funktionen wurden allerdings von Beamtinnen und Beamten ausgeübt, die ohnehin für das jeweilige Ministerium tätig waren - weshalb dann kaum Kosten eingespart wurden.

Grünen-Haushälter Schäfer betonte, die «groß angekündigte» Konsolidierung bei den Beauftragten bringe am Ende nur Einsparungen von 0,00004 Prozent des Haushalts von 2025. «Das ist die Realität, mit der die Union konfrontiert ist, wenn sie Politik liefern muss, statt nur Überschriften zu produzieren», sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Netflix und Co sollen in Deutschland investieren. Welche Folgen das haben könnte. Blockbuster und Serien sollen wieder in Deutschland gedreht werden - das möchte die Regierung durch eine Investitionspflicht erreichen. (Unterhaltung, 05.02.2026 - 14:14) weiterlesen...

Streamer und Sender werden zu Investitionen verpflichtet. Jetzt will die Regierung sie dazu bewegen, einen Teil ihres Umsatzes auch in den hiesigen Produktionsstandort zu stecken. Netflix und Co machen in Deutschland gute Geschäfte. (Unterhaltung, 05.02.2026 - 13:00) weiterlesen...

Iran attackiert Kanzler Merz: «Widerwärtiger Charakter». Jetzt scheint der Frust wegen Sanktionen und Druck so tief zu sitzen, dass Irans Chefdiplomat Kanzler Merz persönlich angreift. Der Iran betrachtete Deutschland einst als einen zuverlässigen Partner. (Ausland, 05.02.2026 - 11:09) weiterlesen...

Ifo-Umfrage unter 6300 Firmen: Note vier für Bundesregierung. Das Ifo-Institut dokumentiert in einer Umfrage, was anekdotisch aus den Unternehmen seit Monaten zu hören ist. In den Führungsetagen der Wirtschaft herrscht Enttäuschung über die Bundesregierung. (Wirtschaft, 05.02.2026 - 10:38) weiterlesen...

Wie der Bund die Förderung beim Wohnungsbau erleichtern will. Jetzt verspricht die KfW schnellere Kredite für Hausbauer und Sanierer. Seit Jahren versucht der Bund den Wohnungsbau anzukurbeln - doch bisher tut sich nicht genug. (Wirtschaft, 04.02.2026 - 14:10) weiterlesen...

DGB attackiert Ministerin Reiche Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) wirft der CDU-geführten Bundesregierung vor, die Stärkung der Tarifbindung in Deutschland zu verzögern. (Boerse, 04.02.2026 - 13:01) weiterlesen...