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Schwesig verlangt Vorab-GesprÀche zur Rentenreform

Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 17:20 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Die MinisterprÀsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), hat im Streit um die Rentenreform von der Bundesregierung Vorab-GesprÀche verlangt."Es ist ja so, dass erst mal das Gesetzgebungspaket erarbeitet werden muss.

Schwesig verlangt Vorab-GesprÀche zur Rentenreform
Manuela Schwesig (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Das ist fĂŒr den Herbst angekĂŒndigt", sagte sie dem TV-Sender "Welt" am Montag. "Ich rate dazu, vorher schon die GesprĂ€che zu fĂŒhren, auch mit den BundeslĂ€ndern, mit den MinisterprĂ€sidenten."

Große Reformen könne man nur gemeinsam machen. Es sei die Aufgabe der LĂ€nder, die Menschen und ihre Alltagssituation zu vertreten und darauf zu achten, dass gerade diejenigen, die sehr fleißig seien und das System mit am Laufen hielten, nicht schlechter dabei wegkĂ€men. Es betreffe vor allem auch eine Generation, die gerade in Ostdeutschland viel hart aufgebaut habe, auch nach der Wende.

Bei allen Verweisen auf die mutmaßlich besondere Situation im Osten sieht Schwesig kein Aufflammen des "Ost-gegen-West"-Konflikts. Es stimme nicht, "dass es jetzt Ost gegen West geht". Es sei nur so, "dass bei dem Rententhema Ostdeutschland sensibler ist".

Auch SPD-Vize Anke Rehlinger aus dem Saarland unterstĂŒtze im Übrigen ihre Position, so Schwesig - und auch sie selbst habe in der Bundes-SPD "viel UnterstĂŒtzung" bekommen. "Deshalb glaube ich, diese Debatte, die ist jetzt nicht nur Ost-West, SPD-CDU, sondern es muss um die Sache gehen. Es muss um die Menschen gehen."

Im Osten gebe es eine besondere SensibilitĂ€t, weil dort 75 Prozent der Menschen nur die gesetzliche Rente hĂ€tten. Sie hĂ€tten nichts anderes, um eventuelle KĂŒrzungen auszugleichen. "Deshalb sieht man ja auch, dass parteiĂŒbergreifend sowohl die Kollegen der CDU als auch wir, Dietmar Woidke und ich der SPD, aber auch zum Beispiel Anke Rehlinger aus dem Saarland, diese Kritik Ă€ußern."

Dass mit dem Festhalten an der Rente mit 63 die gesamte Finanzierung der Rentenreform in Frage steht, glaubt Schwesig nicht. "Das halte ich fĂŒr total ĂŒbertrieben, und das ist auch kein sachliches Argument."

Sie setze vielmehr auf den Leistungsanreiz: Wer frĂŒh anfange zu arbeiten, einzuzahlen und lange arbeite und einzahle, solle nicht benachteiligt werden. Es sei nicht in Ordnung, wenn "jetzt mit der Keule gedroht wird nach dem Motto: wenn man einen Punkt kritisiert, dann fĂ€llt gleich alles zusammen".

Eine HĂ€rtefallregelung, etwa fĂŒr jahrelange Schichtarbeiter in der Stahl- und Metallindustrie, wĂŒrde Schwesig nicht als Kompromisslösung akzeptieren. "Das reicht mir nicht aus. Ich bin ganz klar dafĂŒr, dass wir fĂŒr Versicherte, die viele Jahre gearbeitet haben, mindestens diese 45 Jahre eine Lösung finden." Sie plĂ€diere dafĂŒr, in der Rente viel stĂ€rker darauf zu achten, wie lange jemand gearbeitet und eingezahlt habe und nicht nur nach der Lebenserwartung zu gehen.

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