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Bundeswehr verstÀrkt PrÀsenz an Schulen

30.06.2026 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Seit der EinfĂŒhrung des neuen Wehrdienstes hat die Bundeswehr die Zahl ihrer Besuche an Schulen gesteigert.

Bundeswehr verstÀrkt PrÀsenz an Schulen
MilitÀr - Bundeswehr-Soldat mit G36 (Archiv) 30.06.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
In der ersten JahreshĂ€lfte 2026 absolvieren Vertreter der Truppe bundesweit 3.790 öffentliche Auftritte an Schulen und Berufsschulen, wie das Bundesverteidigungsministerium auf eine Anfrage der Linken im Bundestag mitteilte. Über die Ergebnisse berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Setzt sich der Trend der ersten sechs Monate im zweiten Halbjahr fort, wird die Zahl der Schulbesuche aus dem Jahr 2025 deutlich ĂŒbertroffen werden. Im gesamten Vorjahr fanden demnach 5.617 solcher Veranstaltungen statt. Die Bundeswehr bemĂŒht sich darum, die Zahl ihrer Soldaten zu erhöhen. Das soll auch mit dem neuen Wehrdienst erreicht werden, der zum 1. Januar 2026 eingefĂŒhrt wurde. Seit Russlands Überfall auf die Ukraine 2022 und nach der Corona-Pandemie hat die Bundeswehr ihre PrĂ€senz an Schulen deutlich verstĂ€rkt.

Die Linke kritisiert dies. Die hohe Zahl der Schulbesuche zeige, dass die Bundeswehr "eine systematische Militarisierung" der Klassenzimmer betreibe - "und zwar auf Rekordniveau", sagte die Vizevorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Nicole Gohlke, den Funke-Zeitungen. Dabei habe die Bundeswehr vor allem MinderjĂ€hrige im Fokus. Gohlke warnt vor einer Rekrutierung durch die HintertĂŒr. Junge Menschen brauchten keine Uniformen im Klassenzimmer, sondern mehr denn je benötigten sie eine echte Zukunftsperspektive: gut ausgebildete LehrkrĂ€fte, flĂ€chendeckende Schulsozialarbeit und Investitionen in soziale Sicherheit statt in Rekrutierung durch die HintertĂŒr.

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