Trotz Klagen: Regierung hÀlt an harter Linie gegen Afghanen fest
03.03.2026 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de"Wie schĂ€big ist es, dass sich Hunderte afghanische Menschen von Pakistan aus hilfesuchend an deutsche Verwaltungsgerichte wenden und die Einhaltung dieses Versprechens der Bundesregierung mĂŒhsam einklagen mĂŒssen", sagte die fluchtpolitische Sprecherin der Linken, Clara BĂŒnger. Zwar hĂ€tten viele Betroffene auf dem Rechtsweg Erfolg. "Aber wenn es darum geht, Wort zu halten, darf die Regierung die Entscheidung nicht den Gerichten ĂŒberlassen", so BĂŒnger. Alle ursprĂŒnglichen Aufnahmezusagen mĂŒssten jetzt schnell und unkompliziert umgesetzt werden.
BĂŒnger begrĂŒndete die Dringlichkeit auch mit neuen Strafgesetzen, die die Taliban erlassen hĂ€tten. Diese sĂ€hen unter anderem die Todesstrafe fĂŒr ein von den Taliban abweichendes IslamverstĂ€ndnis und Strafen fĂŒr oppositionelle Haltungen vor. FĂŒr politisch besonders aktive Oppositionelle stelle das neue Gesetz eine erhebliche GefĂ€hrdung dar, mahnte BĂŒnger: "Ich kann nicht glauben, dass die Regierung diese Menschen, denen eine Aufnahme fest zugesagt worden war, den Taliban zum FraĂ vorwerfen will".
JĂŒngst war bekannt geworden, dass fast die HĂ€lfte von 2.308 in Pakistan lebenden Afghanen mit einer Aufnahmezusage aus Zeiten der Ampel-Regierung nicht mehr nach Deutschland kommen dĂŒrfen. Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart, freiwillige Aufnahmen so weit wie möglich zu beenden.
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