Steuern, Arbeitsmarkt

Geringverdiener nutzen MobilitÀtsprÀmie immer seltener

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 13:07 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Trotz hoher Energiepreise nehmen immer weniger geringverdienende Pendler die sogenannte MobilitÀtsprÀmie in Anspruch.Das geht aus aktuellen Zahlen der Steuerbehörden aus dem Jahr 2022 hervor, die dem "Spiegel" vorliegen.

Geringverdiener nutzen MobilitÀtsprÀmie immer seltener
Steuern - Straßenverkehr (Archiv) 09.07.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Demnach beantragten 2021 noch knapp 150.000 ErwerbstĂ€tige die staatliche Leistung, im Jahr 2022 waren es nur 140.000. Die PrĂ€mie richtet sich an Menschen, die mehr als 20 Kilometer zur Arbeit pendeln, aber so wenig Gehalt beziehen, dass fĂŒr sie die Pendlerpauschale nicht greift. Derzeit bekommen sie pro Kilometer 5,32 Cent netto. Durchschnittlich zahlen die FinanzĂ€mter 160 Euro pro Jahr an Antragsteller aus.

Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums an den Finanzausschuss des Bundestags hervor. Die Zahl potenzieller EmpfĂ€nger wurde zunĂ€chst mit mehr als 200.000 angegeben. Der Vorsitzende des Finanzausschusses im Bundestag, Christian Görke von der Linken, kritisierte: "Nach der EinfĂŒhrung 2021 und den Lobeshymnen der verschiedenen KoalitionĂ€re wĂŒrde man einen Anstieg erwarten, aber jetzt ist die Zahl sogar gesunken." Er forderte die EinfĂŒhrung eines MobilitĂ€tsgelds fĂŒr alle Pendler, das unabhĂ€ngig vom Einkommen berechnet wird. Derzeit erzielten Spitzenverdiener pro Kilometer eine steuerliche Entlastung von rund 18 Cent.

de | politik | 69731231 |