Trump, Iran

Trump: Iran brachte vor US-Angriffen kein Uran in Sicherheit

29.06.2025 - 17:55:05

US-PrÀsident Donald Trump geht nach eigener Aussage nicht davon aus, dass der Iran vor den US-Angriffen auf seine Atomanlagen angereichertes Uran in Sicherheit gebracht hat.

Medienberichte ĂŒber möglicherweise verlagerte Uranmengen wies der Republikaner in einem Interview des Senders Fox News zurĂŒck. "Sie haben nichts weggebracht", sagte Trump.

Die USA hĂ€tten die Angriffe nicht angekĂŒndigt, daher habe es kaum Vorbereitungszeit gegeben. "Sie wussten nicht, dass wir kommen", sagte Trump. Es sei zudem Ă€ußerst schwierig, gefĂ€hrlich und wegen des Gewichts auch logistisch aufwendig, angereichertes Uran zu verlagern.

Laut dem US-PrĂ€sidenten gab es Hinweise auf AktivitĂ€ten an einer Anlage kurz vor dem Angriff - zwar nannte er den Standort Fordo nicht ausdrĂŒcklich, sprach aber von einer "sehr tief gelegenen" Einrichtung. Vor Ort seien Fahrzeuge und Bauarbeiter gesehen worden, die versucht hĂ€tten, EingĂ€nge zu versiegeln. "Das waren Leute, die mit Beton gearbeitet haben. Sie wollten den Eingang abdichten, wo die Bombe wahrscheinlich einschlagen wĂŒrde", sagte Trump. Es sei seiner EinschĂ€tzung nach jedoch kein Uran verlagert worden. Die US-Waffe habe die Versiegelung außerdem "durchschlagen wie Butter".

FĂŒhrung in Teheran beharrt darauf, keine Atomwaffen bauen zu wollen

Der Iran besitzt einem Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zufolge unter anderem mehr als 400 Kilogramm Uran mit einem nahezu waffentauglichen Reinheitsgrad von 60 Prozent. Nach Angaben von Diplomaten könnten damit einige Atomwaffen hergestellt werden, sollte das Material auf 90 Prozent weiter angereichert werden. Die IAEA ist nach den Angriffen der USA und Israels im Iran daran interessiert, den Verbleib dieses Materials zu verifizieren. "Wir wissen nicht, wo sich dieses Material befinden könnte", sagte IAEA-Chef Rafael Grossi zuletzt dem Sender CBS News.

Die FĂŒhrung in Teheran beharrt darauf, keine Atomwaffen bauen zu wollen, doch in vielen LĂ€ndern wuchs zuletzt die Sorge, dass sie immer nĂ€her an die FĂ€higkeit rĂŒckt, Kernwaffen herzustellen.

@ dpa.de