ROUNDUP, Trump

Trump droht dem Iran im Atomstreit mit MilitÀrschlag

28.01.2026 - 16:13:46

Der Iran und US-PrÀsident Donald Trump gehen erneut auf Konfrontationskurs.

Im Mittelpunkt steht diesmal das iranische Atomprogramm. Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social: "Hoffentlich wird der Iran schnell an den Verhandlungstisch kommen und ein faires und gerechtes Abkommen aushandeln - KEINE ATOMWAFFEN -, das fĂŒr alle Parteien gut ist." Andernfalls drohte er mit einem militĂ€rischen Eingreifen wie in Venezuela und einem hĂ€rteren MilitĂ€rschlag als bei den Angriffen auf die iranischen Atomanlagen im Juni 2025.

Irans Atomchef Mohamed Eslami wies Trumps Forderungen zurĂŒck. Er sagte laut iranischer Nachrichtenagentur Isna, der Iran habe wie die USA das Recht, eine fortgeschrittene Nukleartechnologie zu nutzen. "Wir lehnen daher die amerikanischen Forderungen nach jeglichen BeschrĂ€nkungen unseres Atomprogramms ab."

Der Iran erklĂ€rt seit Jahren, sein Atomprogramm diene ausschließlich zivilen Zwecken, wĂ€hrend die USA - ebenso wie europĂ€ische Staaten - der FĂŒhrung in Teheran vorwerfen, eine nukleare Bewaffnung anzustreben.

Trump fordert unter anderem vom Iran, vollstĂ€ndig auf eine heimische Urananreicherung zu verzichten. Außerdem soll der Iran seine BestĂ€nde an hochangereichertem Uran an Drittstaaten ĂŒbergeben.

Trump: riesige Armada unterwegs zum Iran

"Es handelt sich um eine grĂ¶ĂŸere Flotte als die, die nach Venezuela entsandt wurde, angefĂŒhrt vom großen FlugzeugtrĂ€ger "Abraham Lincoln". Wie im Fall von Venezuela ist sie bereit, willens und in der Lage, ihre Mission schnell, mit Geschwindigkeit und Gewalt, falls nötig, zu erfĂŒllen", so Trump."Die Zeit lĂ€uft ab, es ist wirklich dringend!". Trump drohte unter Verweis auf die Angriffe Israels und der USA auf iranische Atomanlagen im Juni vergangenen Jahres: "Der nĂ€chste Angriff wird noch viel schlimmer sein! Lasst das nicht noch einmal geschehen."

Irans Außenminister: Ziele mit Gewalt durchsetzen ist keine Diplomatie

Zuvor hatte Irans Außenminister Abbas Araghtschi gesagt: "Diplomatie und gleichzeitig militĂ€rische Drohungen sind weder effektiv noch nĂŒtzlich (.) Wenn die USA Verhandlungen fĂŒhren wollen, mĂŒssen sie Drohungen und unlogische Forderungen beiseitelegen." Der iranische Spitzendiplomat sagte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna weiter: "Es ist inakzeptabel und kann auch nicht als Diplomatie bezeichnet werden, wenn eine Seite ihre Ziele mit Gewalt erreichen will." Außerdem habe der Iran von den USA noch keinen Vorschlag fĂŒr diplomatische Verhandlungen erhalten.

Vor dieser neuen Eskalation hatte Trump dem US-Nachrichtenportal "Axios" gesagt, der Iran sei an einer diplomatischen Lösung der Spannungen mit den USA interessiert. Die Lage sei "im Fluss", weil die US-Regierung eine große Kriegsflotte in die Region entsandt habe.

Das zustĂ€ndige Regionalkommando des US-MilitĂ€rs (Centcom) kĂŒndigte unterdessen eine mehrtĂ€gige LuftwaffenĂŒbung im Nahen Osten an.

Trump hat ein militĂ€risches Eingreifen seines Landes im Iran auch wegen der Tötung Tausender Demonstranten bei den jĂŒngsten Massenprotesten nicht ausgeschlossen. Anfang des Monats hatten die USA bei einem Angriff auf Venezuela Staatschef NicolĂĄs Maduro und dessen Ehefrau gefasst und außer Landes gebracht.

@ dpa.de

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