Bundesrat billigt PlÀne zur EindÀmmung von 'Cookie-Flut'
20.12.2024 - 13:58:26 | dpa.deDas ist das Ziel einer Verordnung der Bundesregierung, die der Bundesrat billigte. Die Zahl der Einwilligungsbanner solle verringert werden.
Die Verordnung soll kĂŒnftig eine Alternative zu den Cookie-Bannern ermöglichen, so das Bundesministerium fĂŒr Digitales und Verkehr. Nutzerinnen und Nutzer mĂŒssten dann nicht immer wieder in die Verwendung von Cookies einwilligen, sondern könnten ihre Entscheidungen dauerhaft hinterlegen. "Mit unserer Reform der Cookie-Banner-Einwilligung setzen wir genau hier an: Wir wollen die Cookie-Flut reduzieren und ein angenehmeres Surferlebnis fĂŒr die Nutzer ermöglichen", sagte Minister Volker Wissing.
Bitkom: Drei Viertel der Nutzer von Cookie-Bannern genervt
Es werde der Rechtsrahmen fĂŒr ein alternatives Einwilligungsverfahren geschaffen, das die Einbindung unabhĂ€ngiger Dienste ermögliche. "Dadurch reduzieren wir die Anzahl der notwendigen Klicks und geben den Nutzerinnen und Nutzern einen besseren Ăberblick und mehr Kontrolle ĂŒber ihre Einwilligungen." Nach der Zustimmung des Bundesrates könne die Verordnung im FrĂŒhjahr 2025 wirksam werden. "Jetzt liegt es an den Anbietern am Markt, die neuen Möglichkeiten auszuschöpfen und attraktive Einwilligungsverfahren zu entwickeln."
"Bei Cookies muss sich etwas Ă€ndern", sagte Susanne Dehmel, Mitglied der GeschĂ€ftsleitung des Digitalverbands Bitkom. Die derzeitige Regelung stoĂe laut einer Umfrage bei den Internetnutzerinnen und-nutzern auf breite Ablehnung. So seien drei Viertel vonCookie-Bannern genervt, zwei Drittel wollten sich damit gar nicht beschĂ€ftigen. Bitkom begrĂŒĂe daher grundsĂ€tzlich Initiativen, die das Einwilligungsmanagement vereinfachten. Der aktuelle Vorschlag greife allerdings zu kurz und berge fĂŒr Telemedienanbieter durch die Einschaltung eines sogenannten IntermediĂ€rs erhebliche rechtliche Risiken, da sie in hohem MaĂe auf die zuverlĂ€ssige Mitwirkung des anerkannten Dienstes angewiesen sind, um ihre Pflichten nach der Datenschutz-Grundverordnung zu erfĂŒllen.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

