Weidel: «Uns geht es nicht um AuslÀnder oder nicht»
Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 11:15 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAfD-Co-Chefin Alice Weidel betont nach dem Wahlsieg ihrer Partei in Sachsen-Anhalt, dass AuslĂ€nder oder Menschen mit Migrationsgeschichte keine Angst vor einer RegierungsĂŒbernahme der AfD haben mĂŒssten. «Unser Credo ist, dass jeder herzlich willkommen ist, der sich positiv in unsere Gesellschaft einbringt â der hier arbeiten will, der qualifiziert ist, der Steuern zahlt, der sich an Recht und Ordnung hĂ€lt.» Sie fĂŒgte an: «Uns geht es nicht um AuslĂ€nder oder nicht. Oder um Menschen mit Migrationshintergrund oder nicht.»
Weidel sagte, die amtierende Bundesregierung verfolge aber genau die gegenteilige Politik. «Wir wollen einfach keine ungeordnete, illegale Zuwanderung ĂŒber offene Grenzen, maĂgeblich von Unqualifizierten, in unsere Sozialsysteme.» Das dies so sei, werde aber unter anderem negiert von Sozialministerin BĂ€rbel Bas (SPD), die sage, es gebe keine Zuwanderung in die deutschen Sozialsysteme. Daran sehe jedermann, wie weit «die ehemaligen Volksparteien» von der RealitĂ€t entfernt seien, denn die Lage sei eine andere. «Die Menschen gehen durch unsere GroĂstĂ€dte und sehen, dass Leute dort herumlungern. Ich möchte diesen Ausdruck absichtlich bemĂŒhen, weil es so ist. Die Menschen haben Angst. Unsere Kinder werden in Schulen drangsaliert, weil sie zur Minderheit gehören, weil sie Christen sind.»
SPD-Chefin Bas hatte im Mai in der Regierungsbefragung im Bundestag auf eine Frage des AfD-Abgeordneten RenĂ© Springer geantwortet, warum nicht bei der Einwanderung in die Sozialsysteme gespart werde: «Es wandert niemand in unsere Sozialsysteme ein.» Das war auch in der Union auf Kritik gestoĂen.
