LĂ€nder, Bundesrat

LÀnder bekunden im Bundesrat SolidaritÀt mit Israel

20.10.2023 - 13:21:53

«Wir stehen fest an der Seite Israels» - «Antisemitismus darf und wird in unserem Land keinen Platz finden»: Die Verabschiedung in der LÀnderkammer war einstimmig.

Der Bundesrat hat Israel nach dem Angriff der islamistischen Hamas die volle SolidaritÀt bekundet und zugleich ein schÀrferes Vorgehen gegen Antisemitismus in Deutschland gefordert.

Die LĂ€nderkammer verabschiedete einstimmig eine von allen BundeslĂ€ndern eingebrachte Entschließung, in der die Angriffe als «Akt der Barbarei und des Terrors» verurteilt werden. «Die Sicherheit Israels ist deutsche StaatsrĂ€son», heißt es darin. An der Sitzung nahm auch der Botschafter Israels in Berlin, Ron Prosor, teil.

Hinter den Angriffen auf Israel stehe nicht allein die Hamas, sagte BundesratsprĂ€sident Peter Tschentscher (SPD). Es gebe weitere radikale KrĂ€fte und Organisationen, die das Existenzrecht Israels grundsĂ€tzlich in Frage stellten und den israelischen Staat bekĂ€mpften. «In dieser fundamentalen Frage steht Deutschland fest an der Seite Israels. Diese Botschaft ist uns wichtig, nach außen und nach innen.»

Hamburgs Regierungschef betonte: «Dazu gehört die Verpflichtung von Bund und LĂ€ndern, islamistische AktivitĂ€ten in Deutschland zu unterbinden, Antisemitismus entschlossen entgegenzutreten und das jĂŒdische Leben in Deutschland zu schĂŒtzen und zu fördern.»

Mecklenburg-Vorpommerns MinisterprĂ€sidentin Manuela Schwesig (SPD), die ihren Hamburger Kollegen am 1. November an der Spitze des Bundesrats ablösen wird, betonte: «Antisemitismus als Geisteshaltung ist und bleibt gefĂ€hrlich und ist auch eine Bedrohung fĂŒr das freiheitliche demokratische Zusammenleben. Und deshalb muss eins klar sein, dass wir im Kampf gegen Judenfeindlichkeit und Menschenverachtung nicht nachlassen.»

Angesichts der Zunahme antisemitischer Übergriffe betonte auch Sachsen-Anhalts MinisterprĂ€sident Reiner Haseloff (CDU) die Verantwortung Deutschlands. Die deutsche Demokratie mĂŒsse ihre Wehrhaftigkeit beweisen. «Wir stehen fest an der Seite Israels. Antisemitismus darf und wird in unserem Land keinen Platz finden.»

Nordrhein-Westfalens MinisterprĂ€sident Hendrik WĂŒst (CDU) begrĂŒĂŸte das von der Bundesregierung beschlossene BetĂ€tigungsverbot der Hamas. Zudem forderte er ein konsequenteres Vorgehen bei israelfeindlichen Demonstrationen. «Wir akzeptieren nicht, wenn Hass, Gewalt und Terror auf unseren Straßen gefeiert wird. Hass auf Israel, Hass auf JĂŒdinnen und Juden, Antisemitismus hat in unserem Land keinen Platz.»

@ dpa.de