OBERBAYERN, Bayern

Hinweise auf extremistisches Motiv nach Angriff in Schongau

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 13:13 Uhr, dpa.de

Zwei MĂ€dchen werden an einem oberbayerischen Gymnasium schwer verletzt. Polizisten und LehrkrĂ€fte stoppen den Angreifer. Vieles deutet auf eine Amoktat hin – doch jetzt gibt es neue Erkenntnisse.

  • Bei dem Angriff an einem Gymnasium waren zwei 13 Jahre alte MĂ€dchen schwer verletzt worden. (Archivbild) - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Bei dem Angriff an einem Gymnasium waren zwei 13 Jahre alte MĂ€dchen schwer verletzt worden. (Archivbild) - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Bei dem Angriff an einem Gymnasium waren zwei 13 Jahre alte MĂ€dchen schwer verletzt worden. (Archivbild) - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Bei dem Angriff an einem Gymnasium waren zwei 13 Jahre alte MĂ€dchen schwer verletzt worden. (Archivbild) - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Bei dem Angriff an einem Gymnasium waren zwei 13 Jahre alte MĂ€dchen schwer verletzt worden. (Archivbild) - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa Bei dem Angriff an einem Gymnasium waren zwei 13 Jahre alte MĂ€dchen schwer verletzt worden. (Archivbild) - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Nach der Messerattacke an einem Gymnasium im oberbayerischen Schongau sehen Ermittler Hinweise auf ein extremistisches Motiv. Die Ermittlungen gegen den 16 Jahre alten VerdĂ€chtigen unter anderem wegen versuchten Mordes habe deshalb die bayerische Zentralstelle zur BekĂ€mpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) ĂŒbernommen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft MĂŒnchen mit.

Mit Blick auf die laufenden Ermittlungen werde die Behörde vorerst keine weiteren AuskĂŒnfte erteilen. Auch zur Frage, welchem möglichen Extremismus-Hintergrund genau nachgegangen werde, Ă€ußerte sich die Generalstaatsanwaltschaft nicht.

Nach der Messerattacke an dem Gymnasium hatten Ermittler ein Schreiben geprĂŒft, das von dem mutmaßlichen TĂ€ter stammen könnte. Das Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, ist von Beschimpfungen mehrerer Religionsgemeinschaften und Bevölkerungsgruppen durchsetzt, beleidigt werden aber auch Menschen aus dem Umfeld des Verfassers, darunter MitschĂŒler und LehrkrĂ€fte.

In diesem Zusammenhang war die Staatsanwaltschaft MĂŒnchen II auch mit der ZET bei der Generalstaatsanwaltschaft MĂŒnchen im Austausch. FĂŒr die Autorenschaft des mutmaßlichen TĂ€ters sprechen biografische Angaben, etwa das Alter des Verfassers und Details zu Ärger in der Schule. Zudem untersuchten die Ermittler, ob die Tat per Livestream ĂŒbertragen werden sollte.

Ex-SchĂŒler in Untersuchungshaft wegen Mordversuchs

Ein 16 Jahre alter Ex-SchĂŒler sitzt unter Tatverdacht in Untersuchungshaft. Ihm wird versuchter Mord in zwei FĂ€llen vorgeworfen. Er soll am Mittwoch zwei 13-jĂ€hrige MĂ€dchen mit einem Messer auf dem SchulgelĂ€nde schwer verletzt haben. Beide befanden sich zunĂ€chst weiter im Krankenhaus. 

MitschĂŒler leisteten Erste Hilfe – und retteten so wahrscheinlich einem der MĂ€dchen das Leben. Der 16-JĂ€hrige war von LehrkrĂ€ften und Polizeibeamten ĂŒberwĂ€ltigt worden.

MitschĂŒler bedroht und AmoklĂ€ufe verherrlicht

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten mitgeteilt, dass gegen den 16-jĂ€hrigen Kroaten wegen zweier VorfĂ€lle aus dem Jahr 2025 ermittelt wurde, weil er unter anderem MitschĂŒler bedroht und in sozialen Netzwerken AmoklĂ€ufe verherrlicht haben soll.

Nach der Tat wurden das Messer, eine Pistole und Munition sichergestellt. Die Schusswaffe wurde nach dpa-Informationen bei einem Rucksack gefunden, den der 16-JĂ€hrige nach seiner Tat auf dem Schulhof im Umfeld des Tatorts deponiert habe. Er habe Polizeibeamte nach seiner Festnahme selbst darauf hingewiesen.

Er soll einen Schuss mit der Pistole abgegeben haben, die dann versagte. Den Informationen zufolge gab der 16-JĂ€hrige an, sich die Waffe im Darknet besorgt zu haben. Bei dem Messer soll es sich jedenfalls um kein Haushaltsmesser handeln.

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