Hamburg, Deutschland

Haftbefehle wegen versuchter Sabotage an Marineschiff

03.02.2026 - 13:41:05

Zwei MĂ€nner sind festgenommen worden. Ihnen wird versuchte Sabotage an einem Schiff vorgeworfen. Es gab Durchsuchungen in mehreren LĂ€ndern.

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  • Zwei MĂ€nner sind wegen mutmaßlicher Sabotage festgenommen worden - sie stehen im Verdacht, Schiffe manipuliert zu haben, die fĂŒr die Marine vorgesehen waren. (Symbolbild) - Foto: picture alliance / dpa

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  • Die Korvette «Emden» war in der Vergangenheit bereits Ziel von Sabotage geworden - um welches Schiff es im aktuellen Fall geht, war zunĂ€chst unklar. (Archivbild) - Foto: Marcus Brandt/dpa

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Mehr zum Thema in KĂŒrze - Foto: ---/dpaZwei MĂ€nner sind wegen mutmaßlicher Sabotage festgenommen worden - sie stehen im Verdacht, Schiffe manipuliert zu haben, die fĂŒr die Marine vorgesehen waren. (Symbolbild) - Foto: picture alliance / dpaDie Korvette «Emden» war in der Vergangenheit bereits Ziel von Sabotage geworden - um welches Schiff es im aktuellen Fall geht, war zunĂ€chst unklar. (Archivbild) - Foto: Marcus Brandt/dpa

Wegen des Verdachts der versuchten Sabotage an einem fĂŒr die deutsche Marine vorgesehenen Schiff sind Haftbefehle gegen zwei MĂ€nner vollstreckt worden. Die Festnahmen erfolgten in Hamburg und in Griechenland, wie die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg mitteilte. Bei den VerdĂ€chtigen handelt es sich demnach um einen 37-jĂ€hrigen RumĂ€nen und einen 54-jĂ€hrigen Griechen. 

Den Angaben nach wurden auch Wohnungen der Beschuldigten in Hamburg, RumÀnien und Griechenland durchsucht. Neben der europÀischen Justizbehörde Eurojust in Den Haag waren demnach das Landeskriminalamt Hamburg sowie griechische und rumÀnische Strafverfolgungsbehörden beteiligt. 

Die beiden TatverdĂ€chtigen sollen im vergangenen Jahr wĂ€hrend ihrer TĂ€tigkeit im Hamburger Hafen an mehreren Korvetten Sabotagehandlungen vorgenommen haben. Die Schiffe lagen demnach auf einem WerftgelĂ€nde und waren fĂŒr die Bundesmarine bestimmt. 

Erhebliche SchĂ€den befĂŒrchtet

Sie sollen, teils allein, teils gemeinschaftlich handelnd, ĂŒber 20 Kilogramm Strahlkies in den Motorblock eines der Schiffe eingebracht, Frischwasserzuleitungen zerstochen, Tankdeckel von Treibstofftanks entfernt und Sicherungsschalter der Schiffselektronik deaktiviert haben. 

WÀren die jeweiligen Sabotagehandlungen unentdeckt geblieben, hÀtten sie zu erheblichen SchÀden an den Schiffen oder jedenfalls zu deren verspÀtetem
Auslaufen gefĂŒhrt und dadurch die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland und die Schlagkraft der Truppe gefĂ€hrden können, hieß es weiter. 

Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauert laut Generalstaatsanwaltschaft an. Im Zuge der Ermittlungen wird auch
die Frage möglicher Auftraggeber der Beschuldigten geprĂŒft.

Geschehnisse auf Korvette «Emden» Gegenstand der Ermittlungen

Der Inspekteur der Marine, Jan Christian Kaack, hatte im Februar vergangenen Jahres berichtet, Saboteure hÀtten in mehr als einem Fall gezielte SchÀden an Kriegsschiffen in Deutschland angerichtet. 

Es gebe «auf mehr als einer Einheit Zerstörung, also Sabotage», sagte der Vizeadmiral bei den «Navy Talks» in Berlin. In den Werften seien darauf entsprechende Maßnahmen getroffen worden. WDR, NDR und «SĂŒddeutsche Zeitung» hatten damals berichtet, die Korvette «Emden», die von der Hamburger Werft Blohm+Voss gebaut, aber zunĂ€chst nicht an die Marine ausgeliefert wurde, sei ein Sabotage-Ziel gewesen. 

Eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft sagte der dpa, die Geschehnisse auf der «Emden» seien Gegenstand der Ermittlungen, der Haftbefehl beziehe sich jedoch auf eine mutmaßliche Handlung an einem anderen Schiff.

@ dpa.de

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