Ukraine, Militär

Bundeswehr ermittelt wegen Fahnenflucht in die Ukraine

11.12.2025 - 13:00:00

Die Bundeswehr ermittelt wegen Fahnenflucht gegen einen Offizieranwärter, der sich in die Ukraine abgesetzt hat und sich dort möglicherweise an Kampfhandlungen beteiligt.

Das berichtet der "Spiegel". Der Fähnrich hatte laut den internen Ermittlungen zuletzt an der Bundeswehr-Universität in München studiert, Anfang November sollte er in ein Ausbildungsbataillon der Luftwaffe versetzt werden. Nachdem der Fähnrich seinen Dienst bei der Luftwaffe nicht angetreten hatte, stellten seine Angehörigen eine Vermisstenanzeige.

Kurz darauf meldete die polnische Polizei, dass der Soldat, der Mitte 30 ist, in der ersten Novemberwoche an der polnisch-ukrainischen Grenze kontrolliert worden sei. Da nichts gegen den Mann vorlag, ließen die polnischen Beamten ihn passieren, stellten aber fest, dass er seine persönliche Schutzausrüstung dabeihatte, also Uniform und schusssichere Weste. Bei der Bundeswehr besteht deshalb der Verdacht, dass sich der Soldat der ukrainischen Armee anschließen und an den Kämpfen im Osten des Landes beteiligen will. Das Verteidigungsministerium will den heiklen Vorgang "weder bestätigen noch dementieren", da man grundsätzlich keine Auskünfte über Disziplinarmaßnahmen oder interne Ermittlungen gegen Soldaten der Bundeswehr geben könne. Fahnenflucht kann bei der Bundeswehr mit empfindlichen Strafen geahndet werden, in schweren Fällen mit bis zu fünf Jahren Gefängnis.

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Russischer General bei Attentat schwer verletzt. Dessen Chef leitet für Russland die Verhandlungen über das Kriegsende in der Ukraine. Ein russischer Top-General und Geheimdienstler liegt nach einem Anschlag auf der Intensivstation. (Ausland, 06.02.2026 - 12:00) weiterlesen...

Selenskyj spricht von 55.000 getöteten ukrainischen Soldaten. Der ukrainische Präsident nennt jetzt neue Zahlen zu eigenen Verlusten. Andere Schätzungen liegen weit darüber. Jeden Tag sterben zig Soldaten im Ukraine-Krieg - und das schon seit vier Jahren. (Ausland, 05.02.2026 - 01:52) weiterlesen...

Ukrainische Energieinfrastruktur nach Angriffen stark gefährdet Der ukrainische Energieexperte Oleksandr Kharchenko hält die Situation der Energieinfrastruktur nach den jüngsten russischen Luftangriffen in der Nacht zu Dienstag für "extrem gefährlich und kritisch".Die Lage sei aktuell komplizierter als jemals zuvor seit dem Beginn der russischen Invasion vor vier Jahren, sagte der Leiter des ukrainischen Energieforschungszentrums den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. (Sonstige, 04.02.2026 - 12:55) weiterlesen...

Hardt: Russland nutzt Ukraine-Verhandlungen für Zeitgewinn Außenpolitiker der Regierungskoalition haben vor zu hohen Erwartungen an die nächste Runde der Friedensgespräche von Russland, der Ukraine und den USA in Abu Dhabi gewarnt."Russland zeigt durch seine bewussten Angriffe auf Kiews Energieinfrastruktur, dass der Kreml kein Interesse an Frieden hat, sondern den kalten Winter nutzt, um die Moral des ukrainischen Volkes zu untergraben", sagte der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt (CDU), dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". (Ausland, 04.02.2026 - 07:16) weiterlesen...

Russland verstärkt Angriffe auf ukrainische Infrastruktur wieder Einen Tag vor den geplanten Friedensgesprächen in Abu Dhabi hat die Ukraine erneut heftige russische Luftangriffe gemeldet.Russland habe in der Nacht mehr als 500 Drohnen und Raketen auf Städte in der Ukraine abgefeuert, teilte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha am Dienstag mit. (Sonstige, 03.02.2026 - 10:40) weiterlesen...

Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi werden am Mittwoch fortgesetzt Die direkten Gespräche zwischen Vertretern Russlands und der Ukraine in Abu Dhabi werden voraussichtlich erst am Mittwoch fortgesetzt. (Ausland, 01.02.2026 - 11:38) weiterlesen...