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InsektenschĂ€den fĂŒr meisten Schadholzeinschlag verantwortlich

27.06.2023 - 09:02:40

Im Jahr 2022 ist das meiste Schadholz wegen InsektenschÀden eingeschlagen worden.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte, belief sich ihr Anteil auf 59,5 Prozent an dem durch WaldschÀden bedingten Holzeinschlag in Höhe von 44,7 Millionen Kubikmetern. Das entspricht 26,6 Millionen Kubikmetern Schadholz.

Der Anteil hat seit 2018 deutlich zugenommen und 2021 mit 81,4 Prozent einen vorlĂ€ufigen Höchststand erreicht. 2012 hatte er noch bei 17,8 Prozent gelegen. Insgesamt wurden 2022 78,7 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Inzwischen stellt der Befall durch SchĂ€dlinge seit 2016 die Hauptursache fĂŒr den Schadholzeinschlag in deutschen WĂ€ldern dar. 2022 spielten zudem Wind- und SturmschĂ€den als Einschlagsursache eine grĂ¶ĂŸere Rolle (27,8 Prozent). Starke Winde oder Orkane treten vorwiegend als singulĂ€re Ereignisse und unterschiedlich hĂ€ufig auf. Entsprechend kann diese Kategorie von Jahr zu Jahr großen Schwankungen unterliegen. Seit 2020 wird Trockenheit als ausschlaggebende Einschlagsursache separat erfasst. Der Anteil des aufgrund von Trockenheit eingeschlagenen Schadholzes ist seither leicht gestiegen: von 5,2 Prozent im Jahr 2020 auf 8,1 Prozent im vergangenen Jahr. Die Trockenheit betrifft vor allem NadelbĂ€ume, allen voran Fichten: Nahezu zwei Drittel (63,2 Prozent) des Schadholzeinschlags aufgrund von Trockenheit entfielen auf Nadelbaumarten. Auch von Insektenbefall, der vielfach durch dauerhafte Trockenheit begĂŒnstigt wird, sind NadelbĂ€ume besonders betroffen. 2022 war mit 99,0 Prozent fast der gesamte insektenbedingte Schadholzeinschlag diesen Baumarten zuzuordnen. Ein Grund hierfĂŒr ist die ĂŒber Jahre zunehmende Verbreitung des BorkenkĂ€fers, der vorrangig Fichten befĂ€llt, so die Statistiker.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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