Telekommunikation, Parteien

Bericht: DatenhÀndler verkaufen Handynummern von Merz und Ministern

Veröffentlicht am: 10.09.2025 um 19:47 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Mobilnummern des Bundeskanzlers, von Kabinettsmitgliedern, Behördenchefs und fĂŒhrenden deutschen MilitĂ€rs liegen offenbar bei kommerziellen DatenhĂ€ndlern.

Friedrich Merz am 10.09.2025 - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Friedrich Merz am 10.09.2025 - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf Informationen eines Hinweisgebers aus Italien, der sich damit zuerst direkt an Betroffene sowie an deutsche Behörden gewandt haben soll. Auch von der Chefin des Bundesamts fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Claudia Plattner, sowie der Bundesbeauftragten fĂŒr den Datenschutz, Louisa Specht-Riemenschneider, fanden sich zum Recherchezeitpunkt aktuelle Handynummern bei den DatenhĂ€ndlern. Das BSI bestĂ€tigt auf Anfrage des Nachrichtenmagazins, die aufgefundene Nummer seiner PrĂ€sidentin sei "korrekt". Die Behörde sehe "durch die Aggregation der Daten, den unklaren Ursprung der Daten, die AktualitĂ€t der Daten und im einfachen Zugang zu den Daten ein erhöhtes Risiko fĂŒr gezielte Phishing-Angriffe oder IdentitĂ€tsdiebstahl".

Man sei dazu mit dem Bundeskriminalamt, den Ministerien und Betroffenen im Austausch und prĂŒfe "mögliche nĂ€chste Schritte intensiv". Louisa Specht-Riemenschneider, Bundesdatenschutzbeauftragte, erfuhr laut "Spiegel" erst durch die Recherche, dass ihre Handynummer auffindbar war, was sie "klar ablehne". Sie habe Vertrauen, dass die zustĂ€ndigen Behörden alles versuchten, "gegen GeschĂ€ftsmodelle vorzugehen, die rechtswidrig sind". Zudem sollten "die AktivitĂ€ten von Datenbrokern durch den Gesetzgeber deutlicher unterbunden werden, als das heute der Fall ist", forderte Specht-Riemenschneider. Beim Bundespresseamt hieß es, man Ă€ußere sich "aus SicherheitsgrĂŒnden grundsĂ€tzlich nicht zu den Kommunikationsmitteln des Bundeskanzlers".

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