WM, USA

Noch 100 Tage: Sicherheitssorgen begleiten WM-Countdown

03.03.2026 - 07:21:05 | dpa.de

Krieg im Nahen Osten, Unruhen in Mexiko und Geldsorgen in den USA: Welche Risiken Fans eingehen, wann es wieder WM-Tickets gibt und wann der DFB-Kader steht. Fragen und Antworten 100 Tage vor Anpfiff.

  • FIFA-PrĂ€sident Gianni Infantino (l-r) macht ein Selfie mit US-PrĂ€sident Donald Trump, der mexikanischen PrĂ€sidentin Claudia Sheinbaum und dem kanadischen Premierminister Mark Carney. (Archivbild) - Foto: Evan Vucci/AP/dpa
    FIFA-PrÀsident Gianni Infantino (l-r) macht ein Selfie mit US-PrÀsident Donald Trump, der mexikanischen PrÀsidentin Claudia Sheinbaum und dem kanadischen Premierminister Mark Carney. (Archivbild) - Foto: Evan Vucci/AP/dpa
  • PrĂ€sidentin von Mexiko Claudia Sheinbaum garantiert Sicherheit fĂŒr die WM-Besucher. (Archivbild) - Foto: Presidencia de MĂ©xico/dpa
    PrĂ€sidentin von Mexiko Claudia Sheinbaum garantiert Sicherheit fĂŒr die WM-Besucher. (Archivbild) - Foto: Presidencia de MĂ©xico/dpa
  • Vor WM-Start absolvieren Julian Nagelsmann und seine DFB-Spieler noch vier Testspiele. (Archivbild) - Foto: Federico Gambarini/dpa
    Vor WM-Start absolvieren Julian Nagelsmann und seine DFB-Spieler noch vier Testspiele. (Archivbild) - Foto: Federico Gambarini/dpa
  • US-PrĂ€sident Donald Trump (l) und FIFA-PrĂ€sident Gianni Infantino beim Handshake. (Archivbild) - Foto: Jacquelyn Martin/AP/dpa
    US-PrÀsident Donald Trump (l) und FIFA-PrÀsident Gianni Infantino beim Handshake. (Archivbild) - Foto: Jacquelyn Martin/AP/dpa
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Noch 100 Tage bis zum WM-Start: Am 11. Juni eröffnet Co-Gastgeber Mexiko im ehrwĂŒrdigen Aztekenstadion das XXL-Turnier gegen SĂŒdafrika. WĂ€hrend der Krieg im Iran, GewaltausbrĂŒche in Mexiko und politische Debatten in den USA bei manchen Fans Zweifel an einer Reise wecken, boomt dennoch der Ticketverkauf. Der Countdown lĂ€uft: Die Deutsche Presse-Agentur beantwortet die drĂ€ngendsten Fragen zur WM in Mexiko, den USA und Kanada.

Welche Auswirkungen hat die Eskalation im Nahen Osten?

Ein WM-Ausschluss des Iran scheint nicht unmöglich. Die FIFA werde die Situation «beobachten», hatte GeneralsekretĂ€r Mattias Grafström erklĂ€rt. Oberste PrioritĂ€t bleibe ein sicherer Ablauf der WM, bei der alle qualifizierten Mannschaften auch teilnehmen könnten. Der Iran soll in den USA in einer Gruppe mit Belgien, Neuseeland und Ägypten spielen. «Sicher ist, dass nach diesem Angriff nicht zu erwarten ist, dass wir hoffnungsvoll auf die WM blicken», sagte der iranische FußballprĂ€sident Mehdi Taj. 

Die Situation werde sicherlich auch in den sportlichen Betrachtungen ein Thema sein und erfordere eine Entscheidung. Die Auslosung der Vorrunden-Gruppen hatte der Iran boykottiert, da die US-Regierung drei FunktionÀren Einreisevisa verweigert haben soll. 

Wird der Iran im Falle eines RĂŒckzugs bestraft?

Ja. Zieht der Iran spĂ€testens 30 Tage vor dem ersten Spiel zurĂŒck, wird vom FIFA-Disziplinarkomitee eine Geldstrafe von mindestens 250.000 Schweizer Franken (etwa 275.000 Euro) verhĂ€ngt. Erfolgt der RĂŒckzug weniger als 30 Tage vor dem ersten Spiel, betrĂ€gt die Mindeststrafe 500.000 Schweizer Franken (etwa 550.000 Euro). Außerdem wĂ€re der Iran verpflichtet, sĂ€mtliche von der FIFA erhaltenen Gelder zurĂŒckzuzahlen.

Wie sicher ist ein WM-Besuch in Mexiko?

Nach dem Tod des Drogenbosses Nemesio Oseguera Cervantes alias «El Mencho» ist es in mehreren mexikanischen Bundesstaaten Straßensperren zu GewaltausbrĂŒchen gekommen. Auch der Bundesstaat Jalisco war betroffen, dessen Hauptstadt der WM-Spielort Guadalajara ist. Trotz der Unruhen hatte PrĂ€sidentin Claudia Sheinbaum eine Sicherheitsgarantie fĂŒr die WM-Fans abgegeben. FIFA-PrĂ€sident Gianni Infantino erklĂ€rte: «Wir haben vollstes Vertrauen in Mexiko».

Wie viele Partien finden in Mexiko statt?

In Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey werden insgesamt 13 Spiele ausgetragen. In Guadalajara spielen etwa Europameister Spanien, Mexiko und SĂŒdkorea. In Mexiko City findet das Eröffnungsspiel statt. Bereits Ende MĂ€rz und Anfang April sind in Guadalajara und Monterrey jeweils zwei internationale Playoff-Partien zur Ermittlung der letzten beiden WM-Teilnehmer geplant.

Welche Probleme drohen bei DFB-Spielen in den USA?

Das DFB-Team absolviert fast all seine Partien in den USA. Doch auch hier drohen Probleme. Lokale Verantwortliche der elf US-GastgeberstĂ€tte warnten zuletzt, dass die Sicherheit und Organisation der Fußball-WM 2026 durch eine teilweise Haushaltssperre gefĂ€hrdet seien. Demnach fehlten Bundesmittel im hohen dreistelligen Millionenbereich. 

Miami benötige etwa bis Ende MĂ€rz 70 Millionen US-Dollar, sonst mĂŒssten Veranstaltungen wie das Fan-Fest abgesagt werden, sagte Ray Martinez, operativer GeschĂ€ftsfĂŒhrer des WM-Organisationskomitees in Miami. Auch Joseph Mabin, stellvertretender Polizeichef von Kansas City, warnte davor, dass es infolge der ausbleibenden Gelder nicht genĂŒgend Personal geben könnte, um wĂ€hrend der Endrunde fĂŒr Sicherheit zu sorgen.

Gibt es noch Tickets?

Ja, und es wird mindestens noch eine vierte Phase geben, in der sich Fans um Tickets bewerben können. Ein konkretes Zeitfenster hat die FIFA bislang jedoch nicht mitgeteilt. SpĂ€testens im April dĂŒrfte es aber so weit sein. Bislang ist der Andrang riesig. Schon zu Jahresbeginn vermeldete der Weltverband ĂŒber 500 Millionen Ticketanfragen. Die teils hohen Preise scheinen die Fans nicht abzuschrecken. 

Wann nominiert Julian Nagelsmann seinen WM-Kader?

Bundestrainer Julian Nagelsmann will seinen WM-Kader dem Vernehmen nach in den Tagen vor dem letzten Bundesliga-Spieltag bekanntgeben. Seit der WM 2022 liegt die Kadergrenze bei 26 Spielern. Deutschland startet am 14. Juni in Houston gegen WM-DebĂŒtant Curacao ins Turnier. Weiter geht es am 20. Juni gegen die ElfenbeinkĂŒste in Toronto. Das Gruppenfinale gegen Ecuador steigt am 25. Juni in East Rutherford. Vor der WM testet das DFB-Team noch viermal.

Wie realistisch ist ein WM-Boykott?

Äußerst unrealistisch. Auslöser der Debatte sind Spannungen zwischen den USA und europĂ€ischen NATO-Staaten wegen BesitzansprĂŒchen von PrĂ€sident Donald Trump auf Grönland sowie das teils brutale Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE gegen Migranten. Die Bundesregierung weist Boykottforderungen klar zurĂŒck: «Der Sport darf dafĂŒr nicht instrumentalisiert werden», sagte Sport-Staatsministerin Christiane Schenderlein. DFB-Sportdirektor Rudi Völler bezeichnete die Debatte als «sinnlos».

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