Iran, USA

Irans Delegation will WM-Auslosung in den USA boykottieren

28.11.2025 - 11:27:09 | dpa.de

Wegen der US-Einreiseverbote will der iranische Fußballverband der WM-Auslosung in Washington komplett fernbleiben. Die Politik spielt hier eine große Rolle.

Iran ist bei der Fußball-WM dabei - Funktionäre werden bei der Auslosung voraussichtlich fehlen. - Bild: Aijaz Rahi/AP/dpa
Iran ist bei der Fußball-WM dabei - Funktionäre werden bei der Auslosung voraussichtlich fehlen. - Bild: Aijaz Rahi/AP/dpa

Aus Protest gegen Einreiserestriktionen seitens der USA will der iranische Fußballverband die Teilnahme an der WM-Auslosung geschlossen boykottieren. «Nach Rücksprache mit dem Sportministerium und dem Außenministerium haben wir der FIFA mitgeteilt, dass die Frage der Nichterteilung von Visa für einige Mitglieder des Fußballverbands inzwischen über den sportlichen Bereich hinausgegangen ist», sagte Amir-Mehdi Alawi, Sprecher des iranischen Fußballverbands, im Staatsfernsehen.

Demnach soll kein Mitglied des Verbands und des Trainerstabs an der für kommenden Freitag in Washington geplanten und vom Weltverband FIFA organisierten Auslosung der Endrunde der Weltmeisterschaft 2026 teilnehmen. Anfang Oktober hatte der Sprecher mitgeteilt, dass Irans Verbandschef Mehdi Tadsch, Cheftrainer Amir Ghalenoei und sieben weiteren Funktionären die Einreise verweigert werde.

Was Trump mit dem Fall zu tun hat

US-Präsident Donald Trump hat für Menschen aus mehreren Ländern eine Einreisesperre verhängt, darunter auch aus dem Iran, dessen Nationalteam für die WM in den USA, Kanada und Mexiko qualifiziert ist. In der Anordnung des US-Präsidenten ist mit Blick auf die WM sowie Olympia 2028 in Los Angeles allerdings auch festgehalten, dass es Ausnahmen von der Sperre für Athletinnen und Athleten, Trainer, Betreuer und direkte Verwandte geben soll. 

Der Iran und die USA unterhalten seit mehr als 45 Jahren keine diplomatischen Beziehungen mehr. In diesem Sommer bombardierten die USA zentrale Atomanlagen im Iran und schlossen sich Israels Krieg gegen das Land an. Nach zwölf Tagen wurde eine Waffenruhe vereinbart.

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